Statt Alkohol trinken

Gegenpart zur Biernominierung bei Facebook: Etwas Gutes tun - HNA.de macht mit

+
Janina Uhse

Kassel/Trendelburg. Trinke Bier auf ex und filme dich dabei: So schnell, wie dieser fragwürdige Trend bisher über Facebook verbreitet wurde, entwickelt sich nun in dem sozialen Netzwerk eine Gegenaktion, die dazu auffordert, etwas Sinnvolles zu tun.

Bier-Nominierung heißt der umstrittene Trend, eine Art Kettenbrief. Dabei trinkt ein Nutzer auf ex einen halben Liter Bier, filmt sich dabei, stellt das Video auf Facebook ein und nominiert drei weitere Nutzer, das Gleiche zu tun. Doch immer mehr Facebook-Nutzer, die nominiert werden, greifen nicht zur Flasche, sondern nutzen den Schwung der Aktion und rufen auf, etwas Gutes zu tun. Hier Beispiele:

Janina Uhse (24), Schauspielerin aus der RTL-Serie Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, schrieb auf Facebook: „Ich nenne es einfach mal ‘Anti-Bier-Nominierung’. Es geht darum, einen Betrag zu spenden - wie viel, das obliegt euch - an eine Organisation eurer Wahl.“ Sie spendete 50 Euro an den Berliner Verein „jungundjetzt“, der Jugendliche in Not unterstützt. Und sie nominierte anschließend drei Schauspielerkollegen, ebenfalls zu spenden und ein Foto der Überweisung auf Facebook zu posten.

- Janina Uhse auf Facebook

- Madsen auf Facebook

- Video der Feuerwehr Deisel

- Aktion der Kirchdorf Wildcats

Die deutsche Indie-Rock-Band Madsen hat auf Facebook eine Art Standard-Text veröffentlicht, der bereits von mehr als 15.000 Nutzern dieser Plattform verbreitet worden ist: „Diese Person darf nicht nominiert werden! Wer trotzdem diese Person nominiert, muss (...) an die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei für eine Typisierung spenden, und die Überweisung“ bei Facebook posten.

Jugendfeuerwehr Deisel: Auch in der Region hat die Anti-Bier-Nominierung viele Anhänger. Beispielsweise die Jugendfeuerwehr des Trendelburger Stadtteils Deisel, Kreis Kassel. „Was für ein Quatsch“, hat sich Jugendwartin Désirée Partosch gedacht, als sie vom fragwürdigen Facebooktrend erfuhr. Also starteten die jungen Brandbekämpfer eine Gegenaktion: Sie filmten eine Schnelligkeitsübung, bei der Schläuche ausgerollt und verbunden werden. Das Video posteten sie auf der Facebookseite der Jugendwehr. Gleichzeitig forderten sie drei weitere Jugendwehren heraus, die Übung noch schneller hinzubekommen. Die Ergebnisse aus Immenhausen, Helmarshausen und Hombressen sind bereits im Video zu sehen.

Auch immer mehr Sportvereine nutzen die Grundidee der Nominierung und fordern andere Vereine auf, bestimmte Übungen noch schneller zu absolvieren, zu filmen und dann bei Facebook zu posten. Beispielsweise die Kirchdorf Wildcats, eine American-Football-Mannschaft aus Niederbayern. In einem Video auf Facebook zeigen sie 30 Burpees, das sind Liegestützen mit anschließendem Strecksprung, in knapp 90 Sekunden.

Auch wir tun Gutes und nominieren

Auch die Onlineredaktion der HNA wird heute eine Nominierungsaktion starten: Wir werden Obst und Süßigkeiten kaufen und ab 11 Uhr in der Kasseler Innenstadt verteilen, als kleine Aufmunterungsgeste beim derzeitigen Wetter.

Fotos davon werden wir im Internet auf www.kassel-live.de posten. 

Wen wir danach für eine Aktion mit sinnvollem Zweck nominieren und ein Video unserer Aktion, gibt es hier.

Von Andreas Berger

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.