Karlsruher Bluttat

Geiseldrama: Warum starb sogar die Freundin?

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Die Polizeibeamten sichern Beweismittel am Tatort.

Karlsruhe - Einen Tag nach dem Geiseldrama mit fünf Toten in Karlsruhe stehen die Ermittler vor offenen Fragen. Warum tötete der Täter sogar seine eigene Freundin?

Von einer Auswertung der Spuren am Tatort erhoffen sich die Ermittler Aufschluss zur Herkunft der Waffen des Täters und Antworten auf die Fragen, warum und wann er seine Freundin getötet hat. “Denkbar ist, dass er vor den Scherben seines Lebens gestanden ist“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Fahnder wollen mit Hilfe der deutsch-französischen Polizeistelle in Kehl herausfinden, woher der Täter die Waffen hatte. Der Geiselnehmer hatte die französische Staatsbürgerschaft. Er hatte ein Schrotgewehr, ein Gewehr mit langem Magazin, zwei Pistolen und eine Übungshandgranate.

Geiselnahme in Karlsruhe: Fotos vom Tatort

Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dapd
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa
Geiselnahme Karlsruhe
Vor dem Stadtteil Nordstadt in Karlsruhe stehen am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei. Bei einer Zwangsräumung ist es zu einer Schießerei mit einer Geiselnahme gekommen. © dpa

Zu den möglichen Hintergründen der Tat sollen jetzt Familie und Bekannte intensiv befragt werden. Die Polizei geht zudem Zeugenaussagen nach, wonach schon am Vorabend Schüsse in der Wohnung gefallen sein sollen. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau schon vor der Geiselnahme tot war. Klarheit soll eine Obduktion bringen, die für Donnerstag angesetzt ist. Die Ermittler erhoffen sich durch die Untersuchung am rechtsmedizinischen Institut der Universität Heidelberg Aufschluss über die genaue Todesursache, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am Mittwoch stürmte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) die Wohnung, in der ein 53-Jähriger zunächst vier Menschen als Geiseln nahm - drei von ihnen erschoss er. Anschließend tötete er sich selbst. Auch seine Lebensgefährtin und ehemalige Inhaberin des Appartements lag erschossen auf dem Bett im Schlafzimmer. Die Wohnung sollte zwangsgeräumt werden.

In der Stadt herrscht derweil Fassungslosigkeit und Trauer über den Tod von fünf Menschen. Der 53-Jährige hatte bei einer Zwangsräumung den Gerichtsvollzieher, einen Mitarbeiter des Schlüsseldienstes und den neuen Wohnungseigentümer erschossen. Seine Freundin wurde mit einem Brustschuss tot im Bett gefunden. Am Ende erschoss sich der Täter selbst. Die Ermittler gehen davon aus, dass der arbeitslose Mann die Geiselnahme und die Ermordung seiner Opfer von Anfang an geplant hatte.

dapd/dpa

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