JVA Suhl-Goldlauter

Bewaffneter Häftling nimmt Frau als Geisel

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Polizei, Krankenwagen und Spezialeinheiten haben Stellung bezogen.

Suhl - Ein Häftling hat in einem thüringischen Gefängnis eine Frau als Geisel genommen. Er ist mit einem Messer bewaffnet und fordert die Verlegung in eine andere Vollzugsanstalt und einen Anwalt.

Nervenprobe in der thüringischen Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter: Ein 52-jähriger Insasse hat am Karfreitag mit einem Messer eine Angestellte in seine Gewalt gebracht. Das Geiseldrama zog sich über Stunden hin. Am Abend war noch kein Ende absehbar. Der Häftling habe die Frau im Zellentrakt gegen 16 Uhr überfallen, sagte der Pressesprecher der Landespolizeiinspektion Suhl, Fred Jäger. Eine Verhandlungsgruppe und das Sondereinsatzkommando waren vor Ort. „Der Geiselnehmer fordert einen Rechtsbeistand und die Verlegung in eine andere Anstalt“, sagte Jäger. Der Mann sitzt wegen Gewaltdelikten in dem Gefängnis ein.

Hinter diesen Mauern der JVA verschanzt sich der Geiselnehmer

Nähere Details darüber, wo sich der Geiselnehmer verschanzt habe, gab es bislang nicht. Unbekannt war auch, ob die Frau zum Wachpersonal gehört. Die Verhandlungsgruppe der Polizei war noch dabei, die genauen Umstände zu klären.„Gefährdungen für die Geisel müssen ausgeschlossen werden“, betonte der Sprecher. Ein Ende der Geiselnahme war nicht absehbar. „Das kann ganz schnell gehen oder eine ganze Weile dauern“, meinte Jäger. Vor dem Gefängnis waren Polizeiwagen und eine Spezialeinheit eingetroffen. Auch mehrere Krankenwagen fuhren vor. Etliche Justizbeamte eilten in das Gefängnisgebäude.

Die Justizvollzugsanstalt Goldlauter in Suhl ist ein Gefängnis für Männer und verfügt über insgesamt 332 Haftplätze. 310 davon sind laut Website der JVA für den geschlossenen Vollzug vorgesehen, 22 für den offenen Vollzug. Derzeit sind dort insgesamt 167 Bedienstete tätig.

Bereits Ende 1993 hatten Strafgefangene der Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter gegen die nach ihrer Ansicht schlechte Verpflegung in dem Gefängnis protestiert. Die Häftlinge hatten sich damals geweigert, in ihre Zellen zurückzukehren.

Derzeit gibt es in Thüringen sieben Justizvollzugseinrichtungen mit insgesamt rund 2000 Haftplätzen. Lediglich 984 davon sind für die gesetzlich vorgeschriebene Einzelunterbringung in den Ruhezeiten am Abend und nachts geeignet. Wegen der hohen Belegung mussten in den vergangenen Jahren in allen Anstalten die Hafträume mehrfach belegt werden. In manchen Gefängnissen sind nach Angaben des Justizministeriums sechs Häftlinge in einem Raum untergebracht.

dpa

Letzte Worte aus der Todeszelle

Überraschende Aktion der Justizbehörde von Texas. Auf ihrer Homepage veröffentlichte sie die letzten Worte der Todeskandidaten. Wir zeigen, was sie vor der Hinrichtung sagten. © dpa
Stephen Moody tötete den 27-jährigen Joseph F. Hall, obwohl der um sein Leben bettelte. Moody floh mit 1200 Dollar. © dpa
Eine der wenigen Frauen, die exekutiert wurden war Karla Faye Tucker. Sie wurde wegen Mordes mit einer Spitzhacke an dem 27-jährigen Jerry Laynn Dean und der 32-jährigen Deborah Thornton mit einem Hammer, verurteilt. © dpa
Michael Riley wurde zum Tode verurteilt, weil er die 23-jährige Deborah Lynn Harris für eine Summe von 1100 Dollar tötete. © dpa
James Edward Martinez feuerte 20 mal auf ein Auto. Dabei starben eine Frau und ein Mann. © dpa
Willie Pondexter tötete die 85-jährige Martha W. Lennox mit einem Kopfschuss. Zum Zeitpunkt des Mordes schlief das Opfer. Anschließend floh er mit dem Auto der Toten und 18 Dollar. © dpa
Justin Fuller tötete seine beiden Nachbarn aus reiner Habgier. Mit “Fang an Warden“ ist der Gefängnis-Beamte gemeint, der die Todesstrafe vollstreckt. © dpa
Dae Devon missbrauchte eine 22-jährige Schwarze, bevor er sie tötete. © dpa
David Martinez tötete seine Freundin und deren 14-jährigen Sohn mit einem Baseballschläger. © dpa
Perkis Reginal erwürgte seine 64-jährige Schwiegermutter ohne ersichtlichen Grund. © dpa
Robert Hudson tötete 1999 eine junge Frau und deren 9-jährigen Sohn. © dpa
Kevin Watts erschoss drei Asiaten. Eine Zeugin entführte und vergewaltigte sie. © dpa
Leon Dorsey erschoss zwei Menschen und floh anschließend mit 392 Dollar. © dpa
Heliberto Chi erschoss den Besitzer eines Bekleidungsgeschäfts. Ein weiterer Zeuge überlebte. © dpa
Jose Medellin entführte und vergewaltigte mehrere Mädchen zwischen 15 und 16 Jahren. Danach tötete er sie. Mit “In Ordnung Warden“ ist der Gefängnis-Beamte gemeint, der die Todesstrafe vollstreckt. © dpa
Larry Davis tötete bei einem Raubüberfall eine Frau. © dpa
Kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis missbrauchte und tötete Michael Richard eine Krankenschwester. © dpa
John Amador tötete einen Taxifahrer und die 16-jährige Beifahrerin. © dpa
Kenneth Parr misbrauchte und tötete eine Frau. © dpa
Lonnie Johnson schoss auf zwei Jugendliche. Einen schleifte er 650 Meter mit seinem Auto mit, bevor dieser starb. © dpa
Gilberto Reyes tötete seine Freundin. © dpa
Clark James Last tötete eine junge Frau bei einem Raubüberfall. © dpa
Richard Hinjosa entführte und missbrauchte eine 19-Jährige. Im Anschluss brachte er sie um. © dpa
Tommie Hughes tötete die Besitzerin eines Autohauses. © dpa
Willie Shannon tötete seinen Partner nach einem Raubüberfall. © dpa
Angel Maturio Resendiz war ein Serienverbrecher. Nach einem Gefängnisaufenthalt tötete er seine Frau. © dpa

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