Entwarnung am See

Seltenes Tier machte beliebten Baggersee unsicher - Greifer wird ihr zum Verhängnis

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Sebastian Schreiner, Schlangen-Experte der Feuerwehr Düsseldorf, hält eine gefangene Würgeschlange in den Händen. Sie wurde im Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf gefangen.

Als Angler eine ungewöhnliche Entdeckung an einem Baggersee machen, schlagen sie bei der Stadt Alarm. Das Ordnungsamt reagiert sofort. Jetzt wurde das Tier geschnappt.

Update, 29. August: Gelbe Anakonda wurde geschnappt

15.11 Uhr: Meerbusch - Die Anakonda vom Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist gefangen.

Die Anakonda vom Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist gefangen.

Ein Reptilien-Experte der Düsseldorfer Feuerwehr habe die Würgeschlange von einem Boot aus mit einem Greifer erwischt, sagte ein Sprecher der Stadt Meerbusch am Mittwoch. Sie habe sich am Ufer in einem Brombeer-Gebüsch gesonnt. Das Tier sei 2,40 Meter lang.

Die gelbe Anakonda, die im Latumer See in Meerbusch eingefangen werden konnte, ist 2,4 Meter lang.

10.01 Uhr: Sie ist noch da und offenbar quicklebendig: Im Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist erneut die seit Tagen gesuchte Anakonda gesichtet worden. Ein Angler habe die Würgeschlange am Dienstagnachmittag von einem Boot aus entdeckt, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch.

Die Feuerwehr rückte mit einem Reptilienbeauftragten aus Düsseldorf an. Die Einsatzkräfte kamen aber zu spät - beim Eintreffen war das Tier schon wieder weg. Zunächst hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

Die bis zu drei Meter lange Gelbe Anakonda, normalerweise beheimatet in Südamerika, war das erste Mal am vergangenen Donnerstag am Ufer des beliebten Baggersees entdeckt worden. Seitdem versucht die Stadt, das Reptil zu fangen. Ob die Würgeschlange ausbüxte oder ausgesetzt wurde, ist bisher nicht bekannt.

Erstmeldung vom 24. August: Baggersee wegen Gelber Anakonda gesperrt

Wegen einer zwei Meter langen Würgeschlange hat die Stadt Meerbusch bei Düsseldorf einen beliebten Ausflugssee gesperrt. Experten hätten die von mehreren Personen gesichtete Schlange anhand von Fotos als Gelbe Anakonda identifiziert, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag.

Die Schlange sei für Menschen nicht gefährlich, könne aber kleine Tiere wie Katzen oder Hasen erwürgen. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst darüber berichtet.

Stadt sperrt See wegen Gelber Anakonda

Zuerst hatten Angler die Anakonda am Donnerstag im Latumer See gesehen und die Stadt alarmiert. Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes entdeckten die etwa zwei Meter lange Schlange dann.

Nachdem Experten sie als Gelbe Anakonda identifiziert hatten, sperrte die Stadt den See vorsichtshalber ab und stellte Absperrgitter auf.

Ordnungsamt hat einen Verdacht

„Wahrscheinlich wird man sie nur finden können, wenn sie sich am Ufer oder auf einem Baumstamm aufwärmt“, sagte der Reptilienexperte der Düsseldorfer Feuerwehr, Sebastian Schreiner, der Rheinischen Post. „Anakondas sind wechselwarme Tiere. Wenn sie unterkühlen, kommen sie aus ihren Verstecken raus, meisten legen sie sich morgens oder vormittags irgendwo in die Sonne.“ Das Ordnungsamt der Stadt Meerbusch vermutet, dass die Schlange ausgesetzt wurde.

In München hat zuletzt auch eine Schlange die Feuerwehr auf Trab gehalten, wie tz.de* berichtet.

Vergangene Woche gab es zudem einen Schlangen-Schock in einem Frankfurter Kindergarten. Plötzlich raschelte es im Baum.

dpa

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