Redakteur der Berliner Morgenpost

Geld an Polizist? Razzia bei Journalist

Berlin - Ermittler haben das Büro und die Wohnung eines Journalisten der „Berliner Morgenpost“ durchsucht, weil er einem Polizisten Geld für Informationen gezahlt haben soll.

Dabei soll es unter anderem um Informationen über Polizeiaktionen gegen die Rockerszene gegangen sein. Der Axel Springer Verlag wies die Verdächtigung zurück.

Es gebe ein Ermittlungsverfahren gegen einen Journalisten und einen Beamten des Landeskriminalamtes wegen Bestechung und Bestechlichkeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag und bestätigte einen entsprechenden Bericht von „Spiegel Online“.

Die Berliner Polizei sucht schon lange nach einem „Maulwurf“ aus den eigenen Reihen, der eine groß angelegte Razzia gegen eine Rockergruppe der Hells Angels verraten haben soll. Im August hatten Fahnder deshalb die Wohnung und den Arbeitsplatz eines Sachbearbeiters aus dem Rocker-Dezernat im Landeskriminalamt durchsucht.

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Eine Sprecherin des Axel Springer Verlages erklärte am Donnerstagabend: „Wir weisen die Verdächtigung gegenüber einem unserer Redakteure zurück. Die Durchsuchung ist grob unverhältnismäßig und rechtswidrig.“ Die Zeitung will mit Blick auf die grundrechtlich geschützte Pressefreiheit und das Redaktionsgeheimnis Rechtsmittel einlegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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