Defekter Zahnschmelz

Gendefekte begünstigen Karies

+
"Wir haben aufgezeigt, dass Karies nicht nur im Zusammenhang mit Bakterien steht, sondern auch mit der Widerstandsfähigkeit des Zahnes verbunden ist", sagt Thimios Mitsiadis, Professor für Orale Biologie vom Zentrum für Zahnmedizin. Foto: Achim Scheidemann/Archiv

Zürich (dpa) - Ein Loch im Zahn - dafür ist nicht immer nur schlechtes Zähneputzen verantwortlich. Karies wird nicht nur durch Bakterien ausgelöst.

Auch mutierte Gene können zu Defekten im Zahnschmelz führen und damit zur Kariesentwicklung beitragen, wie Forscher der Universität Zürich berichten. Sie identifizierten demnach einen Genkomplex, der für die Bildung von Zahnschmelz verantwortlich ist.

Die Zahnmediziner und Molekularbiologen wiesen nach, dass Mäuse mit Veränderungen im Erbgut bestimmter Schmelzproteine Defekte an den Zähnen aufwiesen. Härte und Zusammensetzung des Zahnschmelzes könne sich auf das Fortschreiten von Karies auswirken, erklären die Forscher.

"Wir haben aufgezeigt, dass Karies nicht nur im Zusammenhang mit Bakterien steht, sondern auch mit der Widerstandsfähigkeit des Zahnes verbunden ist", sagt Thimios Mitsiadis, Professor für Orale Biologie vom Zentrum für Zahnmedizin. "Dank neuer Produkte, die ein Fortschreiten von Zahnkaries bei defektem Zahnschmelz verhindern, werden wir die Mundgesundheit von Betroffenen deutlich verbessern können."

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.