Kauf von Prager Botschaft droht zu platzen

Warum "Genschers Balkon" wackelt 

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Das Gebäude der deutschen Botschaft in Prag - Palais Lobkowicz

Prag - Für die Deutschen hat das Botschaftsgebäude in Prag eine historische Bedeutung. Von hier aus verkündete Hans-Dietrich Genscher 1989 tausenden DDR-Flüchtlinge, das sie ausreisen dürften. Die Bundesregierung will das Palais kaufen. Warum die Pläne in Gefahr sind:  

Die Verhandlungen über den Kauf des historischen deutschen Botschaftsgebäudes in Prag durch Deutschland drohen, ins Leere zu laufen. Tausende DDR-Flüchtlinge hatten dort im Wendejahr 1989 Zuflucht gesucht.

Pläne, das Palais Lobkowicz zu erwerben, gibt es seit Mitte der 90er Jahre. Dafür sollte die leerstehende ehemalige US-Botschaft in Berlin-Mitte an die Tschechische Republik übergehen. 2009 war man mit den Gesprächen zu dem geplanten "Tausch" vorangekommen, doch dann gerieten sie erneut ins Stocken. Die jetzige amtierende tschechische Übergangsregierung unter Jiri Rusnok will über den Handel nicht mehr entscheiden. Und damit bleibt Deutschland in dem 300 Jahre alten Palais vorerst Mieter. Mit Blick auf eine wahrscheinliche Regierung unter Führung der Sozialdemokraten verliere das Geschäft nun an Schwung, bemerkt die Zeitung „Pravo“.

Viele Deutsche erinnert das Palais Lobkowicz an einen historischen Moment: Am 30. September 1989 verkündete Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon den im Botschaftsgarten ausharrenden DDR-Flüchtlingen, dass sie ausreisen durften. Weniger als sechs Wochen später fiel die Mauer.

dpa

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