Kommentar zum Raucher-Rauswurf: "Spielregeln einhalten"

Düsseldorf. Im Streit um Zigarettenrauch in einem Düsseldorfer Mietshaus muss ein rauchender Rentner nach 40 Jahren seine Wohnung räumen. Dazu ein Kommentar von HNA-Mitarbeiter Alexander Koch:

Eine Revision vor dem Bundesgerichtshof steht zwar noch aus, aber das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts hat richtungsweisenden Charakter: Freiheiten in den eigenen vier Wänden? Ja. Auf Kosten anderer? Nein.

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Bei Friedhelm Adolfs handelte es sich offenbar nicht um einen durchschnittlichen Raucher. Er soll vorsätzlich nicht gelüftet und seine Aschenbecher nicht geleert haben. Von ihm ging also das Vielfache einer üblichen Geruchsbelästigung durch Zigarettenrauch aus. So betrachtet ist das Urteil folgerichtig: Sobald der Raucher mit seinem Qualm Nerven und Gesundheit nichtrauchender Mitmenschen strapaziert, ist die Nikotinsucht keine Privatsache mehr. Zumal Friedhelm Adolfs auf mündliche Abmahnungen der Vermieterin nicht reagiert haben soll und seine Nachbarn dem Zigarettenrauch nicht ausweichen konnten.

Das Landgericht hat also die Rechte der Nichtraucher gestärkt. Raucher, die sich an die Spielregeln sozialen Miteinanders in einem Miethaus halten, werden aber nichts zu befürchten haben. kal@hna.de

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