Verwaltungsgericht entscheidet

Urteil: Berliner Kiffer darf nicht Polizist werden

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Cannabis rauchen und trotzdem Polizist werden? Das Berliner Verwaltungsgericht lehnt dies ab.

Absage an einen 40-Jährigen: Weil bei ihm bei einer Blutuntersuchung Cannabis-Konsum festgestellt wurde, wird es für einen Berliner vorerst nichts mit einer Polizeikarriere. Das entschied nun ein Gericht.

Berlin - Wer das Rauschgift Marihuana raucht oder andere Cannabisprodukte konsumiert, darf in Berlin nicht Polizist werden. Das entschied das Verwaltungsgericht, wie am Montag mitgeteilt wurde. Ein 40-jähriger Mann hatte sich im vergangenen Jahr bei der Polizei beworben. Bei einer Blutuntersuchung im September 2017 wurde das Cannabis-Abbauprodukt THC-Carbonsäure gefunden. Deshalb lehnte die Berliner Polizei die Einstellung ab. 

Das Gericht bestätigte, Cannabiskonsum könne die Eignung zum Autofahren einschränken. Dies zähle aber zu den Aufgaben von Polizisten. Ein solcher Bewerber sei daher nicht uneingeschränkt fähig für den Polizeidienst, wenn der Konsum weniger als ein Jahr zurückliege. Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

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dpa

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