Voice-Rekorder auswertbar

Ermittler haben noch keine Erklärung für Germanwings-Absturz

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Seyne-les-Alpes - Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine über den französischen Alpen haben die Ermittler noch keine Hinweise auf die Ursache. Der Stimmenrekorder sei jedoch auswertbar, hieß es.

Der gefundene Sprachrekorder der Maschine werde weiter ausgewertet, sagte der französische Präsident François Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes. Der zweite Flugschreiber sei noch nicht gefunden. Nur der Behälter des Geräts sei bisher geborgen worden.

Die französische Untersuchungsbehörde BEA teilt zwar mit, sie habe auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sicherstellen können. Es sei aber noch nicht möglich, die geringste Erklärung für den Absturz zu geben, so die BEA am Mittwoch in Paris.

Die Ursache für das Unglück mit insgesamt 150 Toten blieb damit bis zum späten Mittwochnachmittag unklar. An der Auswertung sind auch Spezialisten aus Deutschland beteiligt.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) versicherte, dass mit Hochdruck nach den Ursachen für den Absturz gesucht wird. „Es wird alles hier getan, um zu versuchen, das, was geschehen ist, das Unfassbare, soweit wie möglich aufzuklären“, sagte Merkel in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Hollande und dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy. Allerdings werde dies noch Zeit dauern, „weil es eine Katastrophe in einer ganz schwierigen geografischen Region ist“.

Bei der Flugzeugkatastrophe sind mehr Deutsche ums Leben gekommen als angenommen. Wie Germanwings-Chef Thomas Winkelmann mitteilte, waren 72 Bundesbürger an Bord, als der Airbus A320 am Dienstagmorgen an einem Hochgebirgsmassiv in Südfrankreich zerschellte. Zunächst hatte die Fluglinie von 67 Deutschen gesprochen, aber betont, dass sich die Zahl noch ändern könne.

dpa

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