Germanwings-Hinterbliebene lehnen Schmerzensgeld-Angebot ab

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"In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015": Gedenkstele im französischen La Vernet nahe der Unglücksstelle. Foto: Guillaume Horcajuelo

Berlin (dpa) - Hinterbliebene der Germanwings-Katastrophe haben das Schmerzensgeld-Angebot der Lufthansa als "unangemessen" abgelehnt. Die Angehörigen seien zornig über das Verhalten der Airline, teilte Rechtsanwalt Elmar Giemulla mit.

Das angebotene Schmerzensgeld sei mit pauschal 25 000 Euro "zu wenig", sagte er und forderte mindestens 100 000 Euro für jedes Opfer.

Giemulla vertritt nach eigenen Angaben 36 Familien. Auch das Angebot der Lufthansa, nächsten Angehörige wie Eltern, Kindern oder Lebenspartnern ohne weitere Prüfung jeweils ein Schmerzensgeld von 10 000 Euro zu zahlen nannte der Anwalt unangemessen. Die Gruppe sei zu klein gefasst, zudem müsse der Betrag "im unteren sechsstelligen Bereich liegen", schrieb er in einem Brief an die Gegenseite.

Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März in den französischen Alpen kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben, darunter viele Deutsche. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sperrte der Copilot seinen Kollegen aus dem Cockpit aus und brachte die Maschine absichtlich zum Absturz. Der 27-Jährige hatte nach Überzeugung der Ermittler psychische Probleme und Suizidgedanken, die er vor seinem Arbeitgeber verheimlichte. Germanwings ist eine Tochter-Gesellschaft der Lufthansa.

Zwischenbericht Absturz, als pdf

Rechtsanwalt Giemulla

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