Besonderer Schutz für besondere Einwohner

Kleines Land Gibraltar kaum von Corona betroffen - Aber große Angst wegen Infektionsgefahr für Affen

Gibraltar ist für seine freilebenden Makaken bekannt. Die Affen sollen nun vor einer Corona-Infizierung geschützt werden
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Gibraltar ist für seine freilebenden Makaken bekannt. Die Affen sollen nun vor einer Corona-Infizierung geschützt werden.

Von Corona bliebt Gibraltar bislang weitestgehend verschont. Weil man um die Gesundheit der beheimateten Affen besorgt ist, gibt es nun jedoch eine besondere Maßnahme.

  • Die bekanntesten Einwohner von Gibraltar sind für viele Menschen die Affen.
  • Vom Coronavirus wurde das kleine Land südlich von Spanien bislang weitestgehend verschont.
  • Nun werden jedoch besondere Maßnahmen getroffen, um die Makaken vor einer Infektion zu schützen.

Gibraltar - Mit gerade mal 161 bekannten Covid-19-Fällen* bei 30.000 Einwohnern sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Gibraltar bislang ziemlich überschaubar. Dafür ergreift die britische Enklave südlich von Spanien nun eine besondere Maßnahme, um die wohl bekanntesten Einwohner des Landes vor einer Ansteckung zu schützen.

Corona-Gefahr für Gibraltar-Affen: Berührungsverbot für Touristen

Denn neben den rund 34.000 Einwohnern sind es vor allem frei lebende Affen, die bei den bekannten Felsen von Gibraltar ihr Zuhause haben. Daher haben die Behörden nun ein Verbot ausgesprochen, die Makaken (so die Affenart) zu berühren, um sie vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus* zu schützen.

Denn wie Forscher mittlerweile rausgefunden haben, ist das Sars-CoV-2 auch auf Affen übertragbar. "Durch die Maßnahme soll ihr Ansteckungsrisiko gesenkt werden", teilte die Regierung des an Spanien grenzenden Landes mit. Demzufolge gibt es hohe Strafen für Personen, die eine Zuwiderhandlung leisten und beispielsweise den Gibraltar-Affen Futter verabreichen.

Schließlich sind die Makaken für das Land die bekannteste Touristenattraktion, Impressionen mit den pelzigen Tieren gehören für die meisten Touristen in Gibraltar zum Pflichtprogramm. Außerdem gibt es da noch ein Sprichwort das besagt, wenn die Affen den Felsen verlassen, wird Gibraltar nicht mehr britisch sein. Allerdings gebe es Ausnahmen von dem Streichel- und Fütterungsverbot - zum Beispiel für Forscher oder Tierärzte.

Gibraltar-Affen mit Corona? „Praktisch sicher mit Covid-19 angesteckt“

Dass sich einer der berühmten Affen bislang mit Covid-19* angesteckt hat, gilt als ausgeschlossen. "Wegen der geringen Zahlen und der schnellen Schließung der Touristenattraktionen ist es praktisch sicher, dass die Makaken sich nicht mit Covid-19 angesteckt haben", teilte die Regierung des Weiteren mit.

Größere Sorgen als Corona bereitet Gibraltar der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union:

Gerüchten zufolge sollen Hunde und Katzen ebenfalls die Krankheit übertragen - mit massiven Folgen für die Haustiere in China*.

PF

*Merkur.de ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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