Gießener Ermittler vereiteln millionenschweren Kokain-Deal in London

Gießen. Schon seit 2013 hatte die Polizei eine mutmaßliche Drogenkurierin aus Mittelhessen im Visier, Anfang August schnappte die Falle zu und sie wurde festgenommen. Ein Erfolg: Die Frau hatte 27 Kilogramm Kokain im Gepäck.

Nach monatelangen Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Drogendeal mit Kokain im Wert von rund zwölf Millionen Euro vereitelt. Eine 49-Jährige aus Gießen habe Anfang August 27 Kilogramm der Droge in London weitergeben wollen, teilten die Ermittler am Freitag mit. Das Kokain habe sie aus Afrika eingeschmuggelt. Für welchen Markt es bestimmt war, sei noch unklar. "Das ist eine nicht unerhebliche Menge, vor allem bei Kokain", sagte eine Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft.

Die mutmaßlichen Drogenkurierin sitze seit ihrer Festnahme am 2. August in London in Untersuchungshaft. Mit ihr seien vier britische Tatverdächtige festgenommen worden. Die Frau haben die Ermittler den Angaben zufolge bereits seit dem vergangenem Jahr wegen des Verdachts auf "Handel mit nicht geringen Mengen an Betäubungsmitteln" im Visier, der Tipp kam von der Nürnberger Kriminalpolizei. Der Polizei gelang es, einen Kurier festzunehmen, der im Auftrag der Frau zehn Kilogramm Marihuana schmuggeln wollte. So hätten die Ermittler von dem geplanten Kokain-Schmuggel von Afrika nach London erfahren.

Britische Polizisten nahmen die Frau nach ihrer Einreise fest, als sie die Drogen gerade einem weiteren Kurier übergeben wollte. Das Kokain wies den Angaben zufolge einen Reinheitsgrad von mehr als 90 Prozent auf. Das Verfahren gegen die Frau werde nun in London weitergeführt, sie werde sich auch dort vor Gericht verantworten müssen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ihr drohten mehrere Jahre Haft.

Ermittelt werde in dem Fall zudem gegen einen 52-Jährigen aus Gießen sowie einen 32-Jährigen aus Bremen. Welche Rolle die beiden Männer bei den mutmaßlichen Drogengeschäften spielten, wollte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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