Giffords-Attentäter entgeht Todesstrafe

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Jared Lee Loughner vor dem Richter, so wie ihn der Gerichtszeichner sah

Tucson - Der Mann, der auf die damalige US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords schoss, ist zurechnungsfähig. Wegen einer Absprache droht ihm aber nicht mehr die Todesstrafe.

In der Anhörung vor Gericht räumte Jared Lee Loughner am Dienstag ein, bei dem Angriff in der Stadt Tucson im Januar 2011 sechs Menschen getötet und die Politikerin Giffords sowie zwölf weitere Personen verletzt zu haben.

Unmittelbar zuvor hatte Richter Larry Burns den nach der Tat zunächst als psychisch krank eingestuften 23-Jährigen für zurechnungsfähig erklärt. Die frühere demokratische Abgeordnete Giffords, die bei dem Attentat lebensgefährlich von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde, hatte zuvor erklärt, sie werde einen Vergleich im Falle eines Schuldgeständnisses akzeptieren. Das Leid der Angehörigen der sechs Todesopfer sei unermesslich, sagte sie. Aber die Vermeidung eines aufwendigen Prozesses werde es allen leichter machen, wieder nach vorne zu blicken.

Das Gericht hatte Loughner, der einer Absprache zufolge nun mit einer lebenslangen Haftstrafe davonkommen könnte, zunächst als manisch-depressiv eingestuft. Richter Burns kam am Dienstag aber zu dem Schluss, dass der Verdächtige nach monatelanger medizinischer Behandlung wegen Schizophrenie in der Lage sei, die Schwere der Anklagen gegen ihn zu erfassen.

Während der Anhörung am Dienstag hörte Loughner den Ausführungen des Richters sowie eines psychologischen Gutachters weitgehend ruhig zu. Auf die Frage, ob er sich der Schwere der Anklagen bewusst sei und verstehen könne, wofür er bestraft werde müsse, antworte er dem Richter kurz: „Ja, ich verstehe.“ Burns, der die Absprache akzeptierte, erklärte, der 23-Jährige sei in seinem Auftreten „eine andere Person“ als bei seinem ersten Zusammentreffen mit ihm.

dapd

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