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Frau eines Polizisten beging angeblich Mord-Serie und vergiftete 13 Freunde mit Zyanid

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Von: Teresa Toth

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Die 36-jährige Ehefrau eines Polizisten steht unter Verdacht, 13 Freunde mit Zyanid vergiftet zu haben. (Symbolbild)
Die 36-jährige Ehefrau eines Polizisten steht unter Verdacht, 13 Freunde mit Zyanid vergiftet zu haben. (Symbolbild) © Imago/imagebroker

Eine 36-Jährige soll in Thailand mehrere ihrer Freunde mit Gift umgebracht haben. Die Ermittler haben eine Vermutung für den Grund der Ermordungen.

Kassel/Bangkok – In Thailands Hauptstadt Bangkok hat die Polizei die Frau eines ranghohen Polizeibeamten festgenommen. Die 36-Jährige soll mehrere Freunde und Bekannte mit Gift ermordet haben. Wie die Polizei am vergangenen Mittwoch (26. April) mitteilte, beging die Frau die Taten im Zeitraum von drei Jahren und verwendete dafür Zyanid, das sie in Essen oder Getränke gab.

Mord-Serie mit Zyanid in Thailand: Eine Frau überlebte, indem sie sich übergab

„Die Autopsie hat ergeben, dass Zyanid in den Leichen war“, sagte Thailands Vize-Polizeichef Surachate Hakparn nach der Festnahme am 25. April. 13 Menschen habe die Polizisten-Ehefrau mit dem tödlichen Gift ermordet. Ein weiteres mutmaßliches Opfer der grausamen Mordserie hatte die Vergiftung allerdings überlebt, indem es sich übergab. Den thailändischen Ermittlern zufolge handelte es sich um eine Frau, die mit der Verdächtigen zu Abend gegessen hatte und ebenfalls mit einem Polizisten verheiratet ist.

ZyanidBlausäureverbindung
Wirkung im KörperBlockade der Atmungsketten von Zellen bis zum Absterben
Symptome einer VergiftungKopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit

Die 36-jährige mutmaßliche Mörderin selbst ist laut den örtlichen Medien zufolge mit dem stellvertretenden Direktor einer Provinzpolizei liiert. Nachdem eine Freundin der Verdächtigen während einer gemeinsamen Reise in der westlich von Bangkok gelegenen Provinz Ratchaburi tot zusammengebrochen war, wurde die Frau im Zuge der Mordermittlungen befragt. Dabei ergaben sich Hinweise, dass sie auch in zwei anderen Provinzen in Thailand Menschen mit Zyanid getötet hat.

Unheimliche Mord-Serie in Thailand mit Zyanid: Ermittler vermuten ein finanzielles Motiv

Der Verdacht erhärtete sich, nachdem die Polizei bei der Festnahme eine Flasche Zyanid bei ihr fand. Sie ist nun angeklagt wegen vorsätzlichen Mordes sowie wegen Vergiftung und Diebstahl. Bislang weist die Angeklagte jedoch alle gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. In Thailand wird im Fall von vorsätzlichem Mord die Todesstrafe verhängt.

Die Zahl der Opfer könnte im Laufe der Ermittlungen noch ansteigen: Aktuell ermittelt die Polizei in bis zu 20 Fällen, wie Bangkok Post berichtet. Warum die Polizisten-Ehefrau die Menschen vergiftet haben könnte, ist noch nicht geklärt. Die Ermittler gehen derzeit jedoch von einem finanziellen Motiv aus, da Angehörige der Verstorbenen das Fehlen von Schmuck und Bargeld meldeten. Gleichzeitig erklärte die Polizei, dass bei der im vierten Monat Schwangeren psychische Probleme diagnostiziert worden seien. Aktuell befindet sich die 36-Jährige in einem thailändischen Frauengefängnis, der Central Women Correctional Institution.

Mord-Serie in Thailand: Zyanid ist bei entsprechender Menge hochgiftig

Zyanid ist eine sogenannte Blausäurenverbindung. Im Körper blockiert der Stoff Atmungsketten in Zellen, sodass diese absterben. Bei der Aufnahme von Zyanid tritt daher je nach Menge relativ schnell der Tod ein, wenn nicht innerhalb von 30 Minuten mit einem Gegenmittel behandelt wird, erklärt zentrum-der-gesundheit.de. Erste Symptome einer Vergiftung seien Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Noch giftiger als Zyanid soll das Gift des so genannten Blauring-Oktopus sein. In Australien wurde eine Frau von dem Tier mehrmals in den Bauch gebissen. (tt/afp)

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