Technische Panne

Giftgas-Alarm an Bord deutscher Korvetten

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Die Korvette "Braunschweig"

Berlin - Schlimme Technik-Panne auf hoher See: Im Maschinenraum der fünf jüngsten Korvetten der Deutschen Marine entwickelt sich das giftige und krebserregende Gas Formaldehyd.

Deswegen müssten die Marinesoldaten dort ständig Atemschutzmasken tragen, berichtet die „Bild am Sonntag“. Diese Umstände seien am Sonntag vergangener Woche bei einer Begehung der Korvette „Braunschweig“ bekanntgeworden. Mit dabei waren Marineinspekteur Axel Schimpf, der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus und die SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Peter Bartels und Karin Evers-Meyer. Dabei hätten Soldaten von dem Gasaustritt berichtet. Der Wehrbeauftragte habe jetzt eine Überprüfung eingeleitet.

KSK: Das ist die Elite-Einheit der Bundeswehr

Die rund 1000 Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) gelten als Deutschlands härteste Kämpfer. © dpa
Die 1996 aufgestellte Elitetruppe ist auf militärische Sonderaufträge im Ausland wie auch auf die Bekämpfung von Terroristen spezialisiert. © AP
Die Soldaten sind etwa zur Rettung abgeschossener deutscher Piloten hinter feindlichen Linien und zur Befreiung deutscher Staatsangehöriger aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten besonders ausgebildet. © dpa
Stationiert ist die Einheit in Calw im Schwarzwald. © dpa
Das KSK ist in die Struktur der Bundeswehr eingebunden und truppendienstlich ein regulärer Verband im Heer. © AP
Mehrere Dutzend Soldaten des Kommandos werden auch in Afghanistan eingesetzt. © dpa
Unter anderem suchen sie dort nach Taliban-Kämpfern und El-Kaida-Terroristen. © dpa
Über die streng geheimen Einsätze gelangt aber wenig an die Öffentlichkeit. © dpa
Lediglich im Frühjahr wurde bekanntgegeben, dass sie einen Taliban-Kommandeur gefangengenommen hatten, der für einen Anschlag auf die Bundeswehr verantwortlich gemacht wurde. © dpa
Das Kommando wurde auch bei der Festnahme mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Bosnien und im Kosovo eingesetzt sowie in Mazedonien. © dpa
Die Berufs- und Zeitsoldaten des KSK haben die modernste Ausrüstung. © dpa
Zu ihrer Spezialausbildung gehören Nahkampf... © dpa
...Fallschirmspringen... © dpa
...Abseilen aus Hubschraubern... © dpa
...und Sprengen © dpa
sowie Überleben unter Extrem-Bedingungen in Gebirge, Dschungel oder Wüste. © dpa
KSK-Soldaten bei einer simulierten Geiselbfereiung. © dpa
KSK-Soldaten beim Unterwassertraining. © dpa
KSK-Soldaten beim Unterwassertraining. © dpa
Ein KSK-Soldat bei einer Schießübung. © dpa
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder gibt im Jahr 2004 in der Graf Zeppelinkaserne in Calw einem Soldaten der Kommando Spezialkräfte (KSK) die Hand. Der Elite-Soldat trägt einen Anzug zur Bombenentschärfung. © dpa
KSK-Soldaten beim Training © dpa

Das krebserregende und in höherer Konzentration giftige Formaldehyd stammt laut „Bild am Sonntag“ offenbar aus Material, das in der Isolierung der Abgassysteme eingebaut worden sei. Bei Erhitzung durch die heißen Abgase werde der Stoff freigesetzt.

Bei den fünf 1,2 Milliarden Euro teuren Schiffen traten schon mehrere technische Pannen auf, unter anderen beim Getriebe und der Klimatechnik. Der SPD-Verteidigungsexperte Bartels fordert, dass „die Pannenserie aufgeklärt wird und die Werften die neuen Fehler schnell beheben“.

dpa

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