Krebserregende Chemikalien

Gift in Badespielzeug gefunden

Düsseldorf - Bei der Untersuchung von aufblasbaren Schwimmbällen und -tieren wurden giftige Weichmacher gefunden, die eine krebsauslösende Wirkung haben können.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor giftigen Chemikalien in Wasserspielzeug. In aufblasbaren Schwimmbällen und -tieren für Kinder seien schädigende Weichmacher gefunden worden, die die gesetzlichen Grenzwerte um mehr als das Hundertfache überschritten, teilte die VZ NRW am Montag in Düsseldorf mit.

Jedes zweite der zwölf untersuchten aufblasbaren Artikel aus PVC enthielt demnach bedenkliche Schadstoffe, die im Verdacht stehen, Organe und den Hormonhaushalt zu schädigen und krebsauslösend wirken können. Fünf der Artikel überschritten die gesetzlichen Grenzwerte von 0,1 Prozent bei bestimmten Weichmachern um ein Vielfaches. Spitzenreiter war ein bunter Delfin, der 43 Prozent statt 0,1 Prozent des "besorgniserregenden Weichmachers DEHP" enthielt. Ein Wasserball war mit 39 Prozent giftigen Weichmachern belastet und enthielt zudem schädliche zinnorganische Verbindungen.

Besorgte Eltern erhalten der Verbraucherzentrale zufolge beim Kauf von Wasserspielzeug kaum Informationen zu den Chemikalien. Nur zwei der zwölf Artikel waren demnach auf der Verpackung als "PVC" gekennzeichnet, und nur sechs der Produkte gaben an, "frei von schädlichen Weichmachern" zu sein.

Eine Übersicht zu den Ergebnissen und Empfehlungen für Eltern findet sich hier: www.vz-nrw.de/wasserspielzeug-schaedliche-weichmacher.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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