#ThisIsNotConsent

Giulia Siegel postet verführerisches Foto in Reizwäsche - der Anlass ist ein trauriger

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„Ich glaube ihr“, schrieb Twitter-Userin leebee97 und postete dazu ihren Tanga.

Was darf eine Frau untenherum tragen, um nicht in Verruf zu geraten? Ein Gerichtsurteil sorgt für Aufsehen - und Giulia Siegel wehrt sich.

Update vom 18. November: Auch Giulia Siegel (44) hat sich den Frauen angeschlossen, die aus Protest Fotos in Reizwäsche posten - mit dem Hashtag #ThIsNotConsent. „Dies ist keine Zustimmung!“ , schreibt das ehemalige Playboy-Model erbost und macht ihre Meinung damit deutlich.

Auslöser für die Proteste der Frauen ist die kritische Verteidigung einer Anwältin, die bei einem Vergewaltigungsprozess behauptet hatte, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei - schließlich habe das Opfer ja Reizwäsche getragen.

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#ThisIsNotConsent ❌ Dies ist keine Zustimmung ‼️ Sexy Fotos, Sexy Kleidung, Sexy tanzen, Sexy Makeup.... nichts davon ist eine Zustimmung zum Sex . Bei einem Gerichtsprozess in Ireland wurde in der vergangenen Woche ein 27-jähriger Mann freigesprochen, dem eine 17-Jährige Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Laut dem Freigesprochenen sei es zwischen den beiden zu einvernehmlichem Sex in einer Gasse gekommen. Die Verteidigung des Iren hatte unter anderem argumentiert, das Mädchen habe den Vorfall durch das Tragen von Reizwäsche geradezu provoziert.Vor Gericht berichtete ein Zeuge, dass der Mann das Mädchen am Hals gewürgt habe – und 30 Meter zum Ort des mutmasslichen Tatorts geschleift habe. Die Verteidigerin des Angeklagten über das mutmassliche Opfer: „Schauen Sie, wie sie angezogen war. Sie trug einen String-Tanga mit einer Vorderseite aus Spitze.“ Die zwölfköpfige Jury (in der auch vier Frauen sassen) sprach den Angeklagten einstimmig frei. Seit vergangener Woche teilen Frauen unter #ThisIsNotConsent Fotos von sich und ihrer Reizwäsche, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Argumentation der Strafverteidigerin (im Grunde: Reizwäsche = Einladung zum Geschlechtsverkehr) falsch ist. . . . . . #thisisnotconsent #ibelieveher #nomeansno #victimblaming #consent #girlpower #moodoftheday #ibelieveherireland #noisno #iwearwhatiwant #string #justice #itsnotyourfault #silenceisnotconsent #consentisimportant #droitdesfemmes #gegensexuellegewalt #notconsent #femaleempowerment #myclothesdontmeanyes #humanrights #clothesarenotconsent

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Unterwäsche: Trauriger Hintergrund! Darum posten Hunderte Frauen derzeit Slip-Fotos

Meldung vom 14. November 2018: Cork - Ein Skandal-Urteil in Irland führte jetzt zu einer Protestaktion im Netz. Hunderte Frauen veröffentlichten in den vergangenen Tagen Fotos ihrer Unterwäsche in den Sozialen Netzwerken. Dazu posteten sie den Hashtag #ThisIsNotConsent („Das ist keine Einwilligung”). 

Was war passiert? Ein 27-Jähriger soll in Cork eine 17-Jährige vergewaltigt haben. Die Jugendliche gab an, dass sie bis zur Tat noch Jungfrau war. Der Mann dagegen behauptete, dass es ein einvernehmlicher Geschlechtsakt war und plädierte vor Gericht auf nicht schuldig. Ein Zeuge belastete ihn. Er habe gesehen, dass der Angeklagte die 17-Jährige gewürgt und rund 30 Meter zum vermeintlichen Tatort gedrängt habe. 

Die Verteidigerin des Mannes diskreditierte dagegen in ihrem Abschlussplädoyer das mutmaßliche Opfer. Dieses habe schließlich einen Tanga mit Spitze getragen. „Schließen die Beweismittel denn aus, dass sie sich zu dem Angeklagten hingezogen fühlte und dass sie offen dafür war, sich mit jemandem zu treffen und mit ihm intim zu werden? Sie müssen sich ansehen, wie sie gekleidet war!“

Reizwäsche als Einladung zum Geschlechtsverkehr?

Letztlich wurde der Angeklagte durch die Jury freigesprochen. Das Urteil macht derzeit viele fassungslos: Nur weil die 17-Jährige einen Tanga getragen hat, soll sie willig gewesen sein? Aus Solidarität mit der jungen Frau posten deshalb Frauen Bilder ihre Tangas und Slips in den Sozialen Netzwerken. 

Sarkasmus im Netz: „Wir brauchen eine Liste von Unterhosen“

Eine Userin schrieb sarkastisch: „Können wir eine Liste von Unterhosen bekommen, die wir tragen sollen, falls wir nicht vergewaltigt werden wollen? Gehören dazu alle Tangas? Oder nur die mit Spitze?“ Ähnlich eine andere, die auch ihre Unterwäsche postete: „Ich brauche jemanden, der mir sagt, welcher String weniger zu Vergewaltigung einlädt.“ Eine andere Frau ging noch weiter: „Vielleicht musst du irgendwann belegen, dass die Handtasche, die du trägst, nicht auch noch provozierte.“ 

Frau sagt, sie sei vergewaltigt worden - und landet selbst vor dem Richter

Eine Oberbayerin erzählt ihrer Tochter, sie sei vergewaltigt worden. Doch am Ende wird die Frau verurteilt und muss 9000 Euro Strafe zahlen, berichtet Merkur*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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