Eine Übersicht

Glatteis sorgt für Dutzende Unfälle in der Region: Mehrere Leichtverletzte

Kassel. Temperaturen bis minus acht Grad und spiegelglatte Straßen: Bei etlichen Glätteunfällen in der Region sind am frühen Donnerstag mehrere Menschen leicht verletzt worden.

Das meldet die Polizei. Die meisten der Unfälle gingen glimpflich aus.

Unfälle in Nordhessen:

Auf der glatten Bundessstraße 27 bei Bebra-Nord überschlug sich am Morgen eine 24 Jahre alte Autofahrerin aus Sontra im Werra-Meißner-Kreis mit ihrem Wagen. Sie war in Richtung Bad Hersfeld unterwegs und geriet auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern. Die Fahrerin kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Im Stau an der Unfallstelle fuhren zwei Autos ineinander.

In und um Kassel wurden nach Polizeiangaben allein rund ein Dutzend witterungsbedingte Unfälle registriert. Auf der Bundesstraße 450 von Fritzlar  nach Bad Arolsen wurde ein Autofahrer leicht verletzt, als er mit seinem Wagen in die Leitplanke rutschte.

Bei einem Verkehrsunfall zwischen Knutbühren und Hetjershausen in Südniedersachsen erlitt ein 24-jähriger Autofahrer leichte Verletzungen.

Unfälle in Südniedersachsen:

Während im Uslarer Land bei der Polizei seit Mittwochabend kein winterbedingter Unfall registriert wurde, meldete die Holzmindener Polizei mehrere Glätteunfälle aus dem Hochsolling. Verletzt wurde niemand.

Hessen Mobil ist nach eigener Aussage mit seinen Winterdiensten aber gut vorbereitet. Auch die Stadtreiniger Kassel sind auf den Wintereinbruch vorbereitet. Auch die Kommunen im Landkreis Northeim blicken dem Wintereinbruch gelassen entgegen: Die Salzlager der Winterdienste sind gut gefüllt.

Die Aussichten:

Autofahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten sich in der Nacht zum Freitag besonders vorsichtig verhalten: Die Temperaturen sinken noch tiefer - auf eisige minus 14 Grad. "Arktische Kaltluft wird über Hessen hinwegziehen und auch am Freitag noch für Dauerfrost sorgen", sagte ein DWD-Sprecher. Die Wetter-Aussichten für das Wochenende gibt es hier.

Kosten nach Glätteunfällen:

Die durch Glatteisunfälle entstandenen Kosten können Autofahrer unter bestimmten Umständen beim Finanzamt als Werbungskosten geltend machen. Dazu müsse der Unfall auf dem Weg von der Wohnung zur ersten Arbeitsstelle und nicht unter Alkoholeinfluss stattgefunden haben, erklärte der Bund der Steuerzahler Hessen in einer Mitteilung seinen "tröstlichen Steuertipp". Der berufliche Zusammenhang der Unfallfahrt müsse bei der Steuererklärung begründet und am besten alle verfügbaren Belege und Unterlagen rund um den Unfall eingereicht werden.

Übernehmen Arbeitgeber, Unfallgegner oder die Haftpflicht- und Kaskoversicherung die Kosten, erkennt das Finanzamt die Aufwendungen jedoch nicht an. (dpa/vko)

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Rubriklistenbild: © dpa

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