Galapagos-Inseln

Godzilla lebt: Forscher benennen Echsenart nach Kino-Monster

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Eine Godzilla-Meerechse im Wasser vor den Galapagos-Inseln: Auf der Inselgruppe westlich von Ecuador haben Forscher fünf bisher unbekannte Unterarten der Galapagos-Meerechse entdeckt. Foto: Miguel Vences/TU Braunschweig

Seit 2012 untersucht ein Forscher-Team die genetische Diversität der Meerechsen im gesamten Galapagos-Archipel. Nun haben die Wissenschaftler fünf neue Unterarten entdeckt.

Braunschweig (dpa) - Braunschweiger Forscher haben eine von ihnen entdeckte Unterart der Galapagos-Meerechse nach dem Kino-Monster Godzilla benannt.

Neben der "Godzilla-Meerechse" (Amblyrhynchus cristatus godzilla) haben die Biologen vier weitere neue Unterarten auf den Galapagos-Inseln identifiziert, wie sie im Fachmagazin "Zoological Journal of the Linnean Society" schreiben. Die Forscher gehen davon aus, dass Meerechsen die Filmemacher bei der Schaffung von Godzilla inspiriert haben.

Mit dem prägnanten Namen will die internationale Forschergruppe um Sebastian Steinfartz vom Zoologischen Institut der Technischen Universität Braunschweig die Besonderheit und Schutzwürdigkeit dieser Population unterstreichen.

"Wir hoffen und werden uns dafür einsetzen, dass die Ergebnisse Grundlage für einen besseren Schutz dieser einzigartigen Tierart haben wird", sagte Steinfartz. Der Bestand der Meerechsen sei durch verwilderte Katzen, Ölverschmutzung, Tankerhavarien und den Bau von Hotelanlangen an den Küsten bedroht.

Für Raffael Ernst von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden ist die Arbeit ein Beispiel für gelungene Forschung, von der der Naturschutz profitiert. "Die Evolution ist kein abgeschlossener Prozess und vor allem die Galapagos-Inseln halten noch den ein oder anderen Schatz für uns parat", betonte Ernst.

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