Mexiko kommt nicht zu Ruhe

Grausige Funde: Mörder köpfen ihre Opfer

Mexiko-Stadt - Sechs enthauptete Leichen in einer Woche. Mexiko kommt nicht zu Ruhe. In vielen Regionen treiben organisierte Verbrecherbanden ihr Unwesen. Und die kennen im Kampf ums Revier kein Pardon.

Mexiko wird erneut von besonders grausamen Mordtaten erschüttert. Binnen einer Woche fand die Polizei sechs geköpfte Leichen. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren, doch tappen die Ermittler noch im Dunkeln. Am Samstag entdeckte die Polizei in den Städten Tarimbaro und Morelia (Bundesstaat Michoacán) insgesamt fünf enthauptete Leichen. Die Köpfe lagen ganz in der Nähe der Fundstellen. In beiden Fällen handelte es sich um Männer, deren Alter auf 30 bis 40 Jahre geschätzt wurde.

Erst vor einer Woche hatte ein Unbekannter in Mexiko-Stadt in einer U-Bahn-Station einen Koffer mit einer enthaupteten Frauenleiche abgestellt. Der Mann war zuvor etwa 30 Minuten lang mit dem Koffer U-Bahn gefahren. Das hatten Videoaufnahmen der Sicherheitskameras gezeigt.

Den jüngsten Leichenfunden vom Samstag waren zwei Morde vorausgegangen: Erst vor fünf Tagen wurden in Tarimbaro der Direktor der öffentlichen Sicherheitsbehörde sowie sein Stellvertreter getötet. Der westlich gelegene Bundesstaat Michoacán ist ein Brennpunkt der Gewaltkriminalität in Mexiko. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen und Kämpfen rivalisierender Verbrecherbanden.

Die Situation verschärfte sich mit der Gründung von Bürgerwehren, die auf eigene Faust für Sicherheit sorgen wollen. Im Mai verstärkte die Regierung die Polizei- und Militärpräsenz. Die Lage blieb aber angespannt, weshalb der Bischof von Apatzingán, Miguel Patiño Velázquez, zuletzt bereits von einem "gescheiterten Bundesstaat" in Michoacán sprach.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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