Vorfall im nordhessischen Landkreis Kassel

Geflügeltransport umgekippt - Mehrere Tausend Hühner qualvoll zerquetscht

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Geflügeltransporter bei Grebenstein umgestürzt.

Bei einem Unfall bei Grebenstein ist am Mittwochmorgen ein Geflügeltransporter umgekippt. Dabei sind nach ersten Erkenntnissen etwa 6000 Hühner verendet.

Update am 03.10.2019 um 10.43 Uhr - Es ist eine bedrückende Szenerie, die sich am Mittwochmorgen zwischen Wiesen und Feldern nahe Niederhaldessen zeigt. Ein großer umgekippter Lkw fällt einem da sofort ins Auge, bevor der Blick auf die vielen Kisten mit tausenden von zerquetschten Hühnern fällt. 

Fast ein Dutzend Menschen sind ebenfalls zugegen, Mitarbeiter der Firma Funke, dessen Fahrer den Unfall verursacht hatte, Vertreter des Veterinäramtes und natürlich Leute von der Bergungsfirma. Die Polizei ist nun nicht mehr vor Ort. Es ist 10.30 Uhr als der Masthähnchenstallbetreiber aus Niederhaldessen endlich mit dem Beladen eines hinzugekommenen Lkws beginnen kann. 

Trauriger Anblick: Tausende Hühner zerquetscht

Mit einem Gabelstapler befördert er nun eine Box nach der nächsten in den Transporter. Traurig ist der Anblick, der sich einem da bietet, denn die Tiere scheinen zu Tausenden zerquetscht worden zu sein. So ragt hier ein Füßchen heraus, dort ein Flügel oder der zarte Kamm eines Junghahns. 

Überschattet wird das Ganze von dem typischen Hühnerstallgeruch, der einem immer dann in die Nase fliegt, wenn wieder hunderte von toten Tieren an einem vorbeifahren. Das Piepen der Überlebenden klingt verzweifelt und kraftlos, bedenkt man die vielen Stunden in dieser Hölle, wundert das nicht. „Zuvor waren die Tiere in einer 22 Grad warmen Umgebung, allein die Kälte macht ihnen doch zu schaffen“, hieß es am Unfallort. 

Irgendwann stehen dann keine Käfige mehr auf dem Feldweg von wo aus man noch ihr ehemaliges Zuhause sehen kann. In gut einer Stunde sollen sie Gudensberg erreicht haben, den größten Geflügelschlachthof Hessens.

Update am 02.10.2019 um 15.53 Uhr - Insgesamt hatte der der 40-Tonner 7500 Tiere geladen. Am Fahrzeug entstand laut Polizei kein nennenswerter Schaden, auch der 38-jährige Fahrer einer Firma aus dem niedersächsischen Landkreis Vechta blieb unverletzt.

Es habe in Strömen geregnet und es sei der Uhrzeit entsprechend dunkel gewesen, berichtete der Fahrer. Plötzlich habe er bemerkt, dass die rechten Hinterreifen von der Fahrbahn abgekommen seien und er somit die Kontrolle über den Lastzug verloren habe. 

Geflügeltransporter kippt um: 80 Prozent der Hühner überlebten nicht

Durch den Aufprall müssen sich einige der Transportboxen geöffnet haben, so dass ein Teil der Hühner auf dem angrenzenden Feld eingefangen werden mussten. Obwohl der Transporter „ganz langsam“, wie der Unfallverursacher angab, in den Graben glitt, überlebten 80 Prozent der Tiere den Unfall nicht. 

Die Tiere stammen von einem Mastbetrieb, der erst im April dieses Jahres erstmals aufgestallt hatte. Der Transporter hatte die 32 Tage alten Hühner erst kurz vor dem Unfall aufgeladen. Die überlebenden Hühner kamen indes um ihr vorbestimmtes Schicksal auch nach dem Unglück nicht herum. 

Tiere wurden zum Schlachthof gebracht

Nachdem der Transporter wieder aufgerichtet wurde, sollten sie zu einem Schlachthof nach Gudensberg gebracht werden, wo sie notgeschlachtet werden sollten. Die Kadaver der toten Tiere etwa für Tierfutter weiterzuverarbeiten sei in Deutschland verboten, hieß es von Seiten eines Schlachthofmitarbeiters, der sich vor Ort einen Überblick verschaffte. 

Mehrere Tausend Hühner sind tot.

Der verunglückte Lkw wurde mittags aus dem Graben gezogen und zur firmeneigenen Werkstatt gebracht. Auch um den Schaden am Fahrbahnrand bemühte man sich und beauftragte sofort ein Unternehmen, welches das entstandene Loch mit Schotter zeitnah auffüllen sollte.

Erstmeldung: Geflügeltransport umgekippt - Mehrere Tausend Hühner tot

Der Fahrer des Transporters einer Firma aus dem niedersächsischen Landkreis Vechta war in der Zufahrt zu einem landwirtschaftlichen Betrieb leicht nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Auf feuchtem Untergrund geriet das Gespann ins rutschen und kippte um. 

Dabei verendeten etwa 80 Prozent der 7500 geladenen Hühner. Am Fahrzeug entstand laut Polizei kein nennenswerter Schaden, auch der Fahrer blieb unverletzt.

Die überlebenden Hühner kommen um ihr Schicksal auch nach dem Unglück nicht herum. Nachdem der Transporter wieder aufgerichtet wurde, sollen sie zu einem Schlachthof nach Gudensberg gebracht werden.

6000 tote Hühner bei Grebenstein

Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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NEU!!!!! Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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NEU!!!! Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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NEU!!!! Unfall mit einem Hühnertransport Grebenstein Tanja Temme 02.10.2019Foto: Tanja Temme
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Von Lasse Deppe

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