Feuer in Südeuropa

Apokalyptische Zustände in Griechenland: Waldbrände auf Euböa brennen weiter unkontrolliert

Griechenland hat aktuell mit schweren Waldbränden zu Kämpfen. Immer mehr Länder schicken Hilfskräfte. Die Flammen haben bereits ganze Regionen vernichtet.

Update von Dienstag, 10.08.2021, 12.08 Uhr: Die Waldbrände auf der griechischen Insel Euböa brennen weiterhin unkontrolliert. In der Nacht zum Dienstag (10.08.2021) gelang es Feuerwehr, Anwohnern und Freiwilligen jedoch, mehrere Orte vor den Flammen zu schützen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilt. Allmählich besteht Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, weil auch der starke Wind nachgelassen hat, der die Flammen zusätzlich angeheizt hatte.

Bereits jetzt sind einige Wälder und landwirtschaftliche Flächen rund um die Dörfer verbrannt, berichteten griechische Medien. Teilweise sei so viel verbrannt, dass das Feuer stellenweise von allein erlischt, weil die Flammen keine Nahrung mehr finden.

Feuer in Griechenland: Heftige Waldbrände bedrohen aktuell viele Städte und Dörfer auf der Insel Euböa.

Am Dienstagnachmittag will die Regierung in Athen die ersten Maßnahmen zum Wiederaufbau verbrannter Häuser und zur Hilfe für betroffene Bürger bekannt geben. Am Montagabend hatte der Premier versprochen, dass die Hilfe schnell und unbürokratisch umgesetzt werden soll.

Brände in Griechenland: Immer mehr Länder schicken Hilfskräfte auf die Insel Euböa

Erstmeldung von Montag, 09.08.2021, 12.15 Uhr: Athen – In Südeuropa wüten derzeit mehrere Waldbrände. Neben der Türkei ist auch Griechenland von diesen hart getroffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, reisen immer mehr Helfer aus anderen Ländern dort an, um die verheerenden Flammen in den Griff zu bekommen.

Seit Montagmorgen (09.08.2021) umfasse die Liste der Helfenden insgesamt 20 Nationen - darunter Feuerwehrkräfte aus Rumänien, Israel, Serbien und der Ukraine. Andere Staaten, wie Spanien, Frankreich, Kroatien, Schweden und Ägypten schickten zusätzlich Löschflugzeuge und Hubschrauber.

Feuer in Griechenland: Hilfe aus 20 Nationen - Insel Euböa von Bränden stark betroffen

Auch Deutschland sendet Hilfe nach Griechenland - unter anderem aus Hessen. Die 221 Rettungskräfte sollen allerdings erst am Donnerstag (12.08.2021) einsatzbereit sein. Die FDP reagiert darauf mit Kritik. „Die deutsche Hilfe vom Bundesamt für Katastrophenschutz ist nach Anzahl, Gerät und Geschwindigkeit ein Witz“, sagte der FDP-Abgeordnete Christoph Hoffmann am Montag (09.08.2021).

Auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa wüten aktuell besonders katastrophale Waldbrände, die die Bevölkerung stark bedrohen. Die Feuerwehr versucht dort derzeit zu verhindern, dass die Flammen auf die Kleinstadt Istiea übergreifen, das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Löschflugzeuge und Hubschrauber hätten jedoch wegen des dichten Rauchs und der eingeschränkten Sicht „ernsthafte Schwierigkeiten“. Aufgrund der sich weiter ausbreitenden Feuer wurden kleinere Ortschaften in der Nähe von Istiea nach und nach evakuiert.

Schwere Waldbrände in Griechenland: Feuer bei Athen weitestgehend unter Kontrolle

Im Norden von Euböa wurden bereits Hunderte Häuser und circa 35.000 Hektar Waldfläche komplett zerstört. Seit sieben Tagen wüten dort die Brände, doch steile Hänge und zerklüftetes Gelände erschweren die Löscharbeiten enorm. Nördlich der griechischen Hauptstadt Athen gab es aufgrund der Flammen zwei Tote sowie dutzende Verletzte. Dort sind die Feuer zum Großteil gelöscht, doch die Gefahr, dass sie erneut aufflammen sei laut Nikos Hardalias, stellvertretender Zivilschutzminister, weiterhin groß.

Zudem hätte sich die Lage auf Kreta und Peloponnes stabilisiert. Auch in der Türkei hat sich die Situation aktuell weitestgehend beruhigt. Dort bedrohten schwere Waldbrände unter anderem beliebte türkische Urlaubsorte. (Alina Schröder, Carolin Eberth)

Rubriklistenbild: © Eurokinissi/dpa

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