Um Grenzkontrolle zu entkommen

Flüchtling versteckt sich unter Lkw und stirbt

Igoumentisa - Ein junger Migrant aus Afghanistan ist bei dem Versuch, unter einem Lastwagen versteckt von Griechenland nach Italien zu gelangen, ums Leben gekommen.

Der 21-Jährige sei bei der Auffahrt auf eine Fähre von der Achse des Fahrzeugs "durchbohrt" worden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA am Mittwoch.

Der junge Mann war den Angaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch im Hafen von Igoumenitsa unter den Lkw geklettert, um so einer Kontrolle durch Grenzschützer zu entgehen. Die Stadt im Nordwesten Griechenlands ist ebenso wie Patras im Südosten Ablegepunkt von Fährschiffen, mit denen viele Flüchtlinge versuchen, weiter in den Westen Europas zu gelangen.

Erst am Montag waren vor der griechischen Insel Rhodos beim Untergang eines Flüchtlingsboots drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Die Zahl der im Land ankommenden Flüchtlinge erhöhte sich in den vergangenen Wochen erheblich, viele von ihnen starten dabei von der türkischen Mittelmeerküste in Richtung Europa.

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsschiffs vor Libyen, bei dem am Wochenende vermutlich etwa 800 Menschen starben, rief Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras die EU zur Intensivierung ihrer Bemühungen zur Seenotrettung auf. Auch müssten die EU-Staaten mehr Solidarität untereinander zeigen und eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen ermöglichen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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