Streik: Griechenland steht still

Athen - Die griechischen Beamten sind am Donnerstag in einen 24-stündigen Streik gegen die Sparpolitik ihrer Regierung getreten.

Finanzämter, Gemeindeverwaltungen, Schulen und Universitäten blieben geschlossen, während in den öffentlichen Krankenhäusern nur Notfälle behandelt wurden. Auch die Fluglotsen beteiligten sich zeitweise an dem Ausstand, sodass zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr keine Maschinen starten oder landen sollten. Hunderte Beamte versammelten sich zu Protestkundgebungen in der Hauptstadt Athen. Gewerkschaften und zahlreiche Unternehmen beklagen, dass die Maßnahmen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits der Wirtschaft schadeten, Arbeitsplätze kosteten und dazu führten, dass kleinere Unternehmen stillgelegt werden müssten. Die griechische Sparpolitik bedeute eine Sackgasse für die Wirtschaft, sagte die wichtigste Beamtengewerkschaft des Landes, ADEDY.

Die griechische Regierung erwartet ihrem in dieser Woche vorgestellten Haushaltsentwurf zufolge, dass die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr von 11,6 auf 14,5 Prozent ansteigen wird. 2011 werde sie 15 Prozent erreichen. Griechenland hat versprochen, sein Haushaltsdefizit von derzeit um die 13,6 Prozent bis Ende nächsten Jahres auf sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. Im Gegenzug für ein Rettungspaket in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro hatten der Internationale Währungsfonds und die EU der griechischen Regierung eine Senkung des Staatsdefizits auf 7,8 Prozent vorgeschrieben.

dapd

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