Größter AKW-Betreiber schickt Experten nach Japan

Paris - Der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken, der französische Konzern EDF, will Spezialisten und Material nach Japan schicken.

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“Wir wollen nicht nur Zuschauer sein, sondern auch handeln und uns mit unseren japanischen Kollegen solidarisch zeigen“, sagte der Chef des französischen Stromkonzerns Henri Proglio am Mittwoch dem Sender RTL. Das Unternehmen wolle unter anderem Roboter schicken. Weitere Details, etwa zum Einsatzort der Spezialisten, nannte er zunächst nicht. EDF stehe in täglichem Kontakt mit dem japanischen Atomunternehmen Tepco, Betreiber der Unglücksanlage Fukushima Eins.

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Proglio wies zugleich Forderungen nach einem Ende für das älteste französische Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze zurück. “Das ist als ob man behaupten würde, dass alle Pariser Wohnhäuser, die älter als 20 Jahre sind, abgerissen werden sollten“, sagte er. Das Atomkraftwerk sei vielmehr ein industrielles Gut, das sorgfältig unterhalten und modernisiert werden müsse. EDF investiere jährlich zwei Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Atomkraftwerke, fügte er hinzu.

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Umweltschützer fordern regelmäßig, das 1977 gebaute Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen. Die Behörde für Atomsicherheit überprüft das Atomkraftwerk in Fessenheim gerade und will sich im April dazu äußern, ob es weiter in Betrieb bleiben soll.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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