Groß-Razzien gegen „Hells Angels“ und „Bandidos“

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Die Aufnahme vom Dienstag zeigt Waffen, die bei bei Ermittlungen der Polizei in der Flensburger Rockerszene sichergestellt wurden.

Duisburg - Mit massiven Kontrollen ist die Polizei im Ruhrgebiet und in Schleswig-Holstein gegen die verfeindeten Rockergruppen “Bandidos“ und “Hells Angels“ vorgegangen.

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In Flensburg hoben Ermittler ein gewaltiges Waffenlager aus, das sie den “Hells Angels“ zurechnen. “Man hätte, ich sag' das jetzt mal so, jederzeit in den Krieg ziehen können“, sagte ein leitender Ermittler am Dienstag. Bei der Durchsuchung einer Flensburger Auto-Werkstatt wurden Maschinenpistolen, Pumpguns, Schrotflinten, Revolver, Munition und sprengstoffähnliche Substanzen entdeckt. Im Ruhrgebiet wurden in der Nacht zum Dienstag auch bei “Bandidos“-Rockern zahlreiche Waffen beschlagnahmt und in Duisburg ein 31-Jähriger aus dem Umfeld der Rockergruppe festgenommen. Er sei nach einer Schlägerei mit einem “Hells Angels“-Rocker mit Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Münster am Dienstag.

Großalarm für Polizei: Hells Angels kommen

Hells Angels
Wer sie nicht kennt: Die Hells Angels sind ein Rocker- und Motorradclub, dessen Mitglieder öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten. © dpa
Hells Angels
Die Werte der „Höllenengel“ lauten Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Freiheit. © dpa
Hells Angels
Gegründet wurde der Club 1948 in Kalifornien. © dpa
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß.
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß. © dpa
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag.
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag. © dpa
Hells Angels
Vor einem Treffen werden zwei Hells Angels von der Polizei durchsucht. © dpa
Hells Angels
Ein Rocker macht mit seinem Motorrad den „Burn out“. © dpa
Hells Angels
Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
Hells Angels
Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
Hells Angels
Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
Hells Angels
Europatreffen der Hells Angels mit Kaffeefahrt: Die Mitglieder sitzen in einem Boot, einem so genannten "Auswanderer", um zu der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer überzusetzen. Dort gibt es erst Kaffee und Kuchen. Anschließend beginnt eine Party. © dpa
Hells Angels
Rund 1500 Mitglieder waren mit ihrem Motorrädern zum Europatreffen gekommen. Dafür ist extra ein Gelände in einem Industriegebiet angemietet worden. © dpa
Hells Angels
Hells Angels © dpa
Hells Angels
Eine Kutte der Hells Angels und bei einer Razzia beschlagnahmte Waffen in der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums in Kassel. © dpa
Hells Angels
Nach einer Gerichtsverhandlung haben sich Mitglieder der früher verfeindeten Rockergruppen Bandidos und Hells Angels eine Schlägerei geliefert. Die Polizei hat einige von ihenn verhaftet. © dpa
Hells Angels
Nach der Schlägerei auf offener Straße wurde dieses Mitglied der Hells Angels verhaftet. © dpa
Hells Angels
Hells Angels auf ihren schweren Maschinen. © dpa
Hells Angels
Ein festgenommener Rocker. © dpa
Hells Angels
Die „Kutte“ der Hells Angels. © dpa
Weitere Waffen, die im Flensburger Rocker-Milieu gefunden wurden.

Bei den Kontrollen, etwa im Duisburger Rotlichtmilieu, wurden Baseballschläger, Schlagstöcke, Reizstoff-Sprühgeräte und ein Beil sichergestellt. “Wir werden uns nicht von wild gewordenen Bandidos oder Hells Angels auf der Nase herumtanzen lassen und alle rechtlichen Maßnahmen des Polizei- und Strafrechts ausschöpfen“, sagte der Polizeiführer des Gesamteinsatzes, der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann. Die Polizei in Münster betonte, neben den sichtbaren Kontrollen seien auch zahlreiche verdeckte Maßnahmen gegen die Rocker angelaufen.

Der Inhaber der Werkstatt in Flensburg wurde vorübergehend festgenommen, er ist allerdings bereits wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn wird wegen des Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt, unter das unter anderem Maschinenpistolen fallen. Zu seinen Werkstatt-Kunden zählen Mitglieder der Hells Angels, er selbst gehört dem Club nicht an. Zu den Vorwürfen schweigt er.

Am vergangenen Wochenende war die Gewalt zwischen den verfeindeten Rockergruppen im Ruhrgebiet eskaliert. Nachdem “Bandidos“ versucht hatten, in Duisburg ein von den “Hells Angels“ kontrolliertes Bordell zu stürmen, hatten die “Angels“ ein wenige hundert Meter entferntes Vereinslokal der “Bandidos“ zertrümmert. Einige Stunden später hatten Unbekannte ein “Hells Angels“-Zentrum in Solingen mit Pistolen beschossen und eine Handgranate ohne Sprengstoff durch ein Fenster geworfen. Kurz darauf wurde ein “Bandidos“-Lokal in Essen unter Beschuss genommen.

dpa

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