Großbritannien

Spektakuläre Entdeckung: Forscher machen „außergewöhnlichen“ Mammutfund

In Großbritannien machen Forscher einen riesigen Fund. Sie entdecken Knochen von fünf Mammuts und unzähligen weiteren Tieren.

Kassel/Swindon – In Großbritannien machten zwei Sammler einen ganz besonderen Fund. Die beiden Fossilienjäger fanden in einem Steinbruch nahe der Ortschaft Swindon Mammutknochen. Dies ist erst mal nichts Ungewöhnliches. In Großbritannien werden hin und wieder Reste aus der Eiszeit gefunden. Jedoch wurden bislang nie so viele Knochen gefunden.

Wie der Spiegel berichtet, fanden Archäologen und Paläontologen, darunter Experten vom Natural History Museum, Schädelfragmente, Rippen, Stoßzähne, Beinknochen, Zähne und Wirbel. Insgesamt konnten sie fünf Mammut-Skelette identifizieren. Der Fund passierte schon im Jahr 2017, die Ausgrabungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Es ist demnach anzunehmen, dass sich die Zahl der Fundstücke noch weiter erhöht. Experten sprechen jetzt von einem der wichtigsten Funde in Großbritannien der vergangenen Jahre.

Spektakuläre Entdeckung: Forscher finden riesige Mammutknochen-Sammlung

Nach Angaben der Experten handelt es sich bei den Fundstücken um zwei ausgewachsene Tiere, zwei Jungtiere und ein Neugeborenes. Laut dem Spiegel ergaben Datierungen, dass sie vor mehr als 200.000 Jahren starben. Die Forscher gehen daher davon aus, dass es sich um Steppenmammuts (Mammuthus trogontherii) handelt.

In Großbritannien haben Forscher unter anderem einen Mammutstoßzahn entdeckt.

Zwar war diese Art kleiner als die bekannten Wollhaarmammuts, jedoch erreichten sie immer noch eine Schulterhöhe von bis zu vier Metern. Wie Digventures, ein beteiligtes archäologisches Unternehmen, berichtet, nahm die Größe der Tiere mit den tieferen Temperaturen, die damals in der Region in Großbritannien herrschten, ab.

Spektakuläre Entdeckung: Forscher finden auch andere Skelette und Werkzeuge

Neben den Mammut-Überresten fanden die Forscher auch noch andere Skelettteile. Laut Spiegel fanden sie riesige Elche, die in etwa die doppelte Größe von heutigen Tieren erreichten. Zudem fanden sie Bisons, Bären und auch kleinere Tiere und Insekten wie Schnecken und Käfer.

Der Mammut-Stoßzahn wird von Wissenschaftlerinnen konserviert.

Doch das war nicht alles: Laut Digventures fanden die Forscher neben Tieren auch Werkzeuge von Neandertalern. Darunter eine Axt, Faustkeile und Feuersteinwerkzeuge. Wie die Werkzeuge mit den gefundenen Tierskeletten zu tun haben, sollen weitere Untersuchungen klären. „Mammutknochen zu finden ist immer etwas Besonderes, aber solche zu finden, die so alt und gut erhalten sind und in so unmittelbarer Nähe zu Steinwerkzeugen der Neandertaler liegen, ist außergewöhnlich“, sagte Lisa Westcott Wilkins, Mitgründerin von Digventures. „Dies ist eine der bedeutendsten Entdeckungen der britischen Eiszeit in den letzten Jahren“, erklärte Duncan Wilson von der staatlichen Denkmalpflegebehörde Historic England.

Zuletzt sorgte ein Goldschatz in Österreich für Begeisterung. Experten schätzen das Alter des Fundes auf rund 3000 Jahre. Zudem fand ein Taucher auf dem Meeresgrund ein 900 Jahre altes Objekt – „in perfektem Zustand“. (ebb)

Rubriklistenbild: © Digventures

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