Ostwestfalen

Großvater und Enkelin sterben bei Brand

Vlotho - Beim Brand eines Einfamilienhauses in Ostwestfalen sind am Silvesterabend ein 79 Jahre alter Mann und seine 16-jährige Enkelin ums Leben gekommen.

Rettungskräfte konnten sie nur noch tot aus dem Haus in Vlotho bergen. Eine 17 Jahre alte Freundin der Enkelin, die zu Besuch war, schwebe in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Die Eltern der 16-Jährigen waren nicht zu Hause, sie feierten in der Nachbarschaft. Auch der Bruder war unterwegs. Die 16-Jährige und ihre Freundin aus Duisburg hielten sich im ersten Stock des Hauses auf, der Großvater war unten im Erdgeschoss. Dort sei auch das Feuer ausgebrochen, sagte der Polizeisprecher. Die beiden Mädchen konnten noch bei der Feuerwehr anrufen, doch dann breitete sich das Feuer so schnell aus, dass sie es nicht mehr schafften, sich in Sicherheit zu bringen.

Als die Rettungskräfte eintrafen, schlugen dichte Flammen aus dem Haus. Wegen der großen Hitze konnten die Feuerwehrleute zunächst nicht in das Haus eindringen. Bei einem Versuch wurde ein Rettungstrupp kurzzeitig in dem brennenden Haus eingeschlossen. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt - er erlitt eine Rauchvergiftung.

Schließlich gelang es den Feuerwehrleuten, die leblose 17-Jährige zu bergen. Sie wurde vor Ort reanimiert und dann zunächst in einem Krankenhaus im benachbarten Herford behandelt. Von dort wurde sie in die Uniklinik nach Hannover gebracht. Sie habe „massive Rauchvergiftungen“ erlitten, sagte der Sprecher. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um die Eltern.

Das abseits gelegene Haus wurde durch das Feuer zerstört, es bestand Einsturzgefahr. Der Schaden wurde auf mindestens 150 000 Euro geschätzt. Zur Brandursache konnte die Polizei am Neujahrstag noch nichts sagen. „Das wird auch nicht einfach sein“, sagte der Sprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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