Explosion in Bergwerk - 29 Kumpel verschüttet

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Hier ist das Unglück passiert (Archivfoto)

Wellington - Im Westen Neuseelands werden nach der Explosion in einem Kohlebergwerk 29 Bergleute vermisst. Warum die Hoffnung, viele Überlebende zu bergen, groß ist:

Zwei leicht verletzte Männer konnten sich retten, teilte die Polizei mit. Sie sagten, dass noch drei weitere Männer auf dem Weg in die Sicherheit seien. Das Unglück geschah am Freitag in der Pike-River-Mine nördlich von Greymouth auf der Südinsel Neuseelands. Bergwerkschef Peter Whittall erklärte, dass 16 seiner Angestellten und 13 Vertragsarbeiter vermisst würden.

Der Bürgermeister des Ortes sagte Reportern, es könne Tage dauern, bis es für die Retter sicher sei, in die Mine zu gehen. “Wir bleiben voller Hoffnung“, sagte er. “Denken wir an Chile, alle Kumpel waren eingeschlossen und alle kamen lebend heraus.“

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Ein Sprecher des Unternehmens sprach von einer Gasexplosion. Meldungen über einen Toten konnte der Chef des Bergwerks nicht bestätigen. Zu den Männern unter Tage gebe es im Moment keine Verbindung. “Wir wissen nicht, ob sie gefangen sind oder ob sie lieber unter Tage bleiben, um dort Zuflucht zu suchen“, erklärte Bergwerks-Leiter Peter Whittall.

Die Polizei erklärte, einer der beiden geretteten Männer sei der Fahrer eines Lasters, der in der Mine gearbeitet hatte und bei dem Unglück ins Bergwerk geschleudert worden war. Ein Elektriker hatte ihn entdeckt, als er die Ursache eines Stromausfall unter Tage untersuchen wollte. Möglicherweise ist die Belüftung von dem Energieausfall beeinträchtigt, teilte die Polizei weiter mit.

Die Retter müssten nun warten, bis klar sei, dass die Ventilation ausreiche, sagte Whittall. Er betonte, dass die Vermissten alle Sicherheitsausrüstung und Sauerstoffgeräte bei sich hätten. “Die verschütteten Männer sind etwa zwei bis zweieinhalb Kilometer innerhalb der Mine, aber weil die Bohrungen seitwärts in den Berg gehen, sind sie möglicherweise nur etwa 120 Meter unter der Oberfläche“, erklärte der Unternehmenschef weiter. Oberhalb der Mine versammelten sich Angehörige der Bergleute.

In Chile waren Mitte Oktober nach 69 Tagen Warten und Bangen alle 33 Kumpel aus einer Mine gerettet worden. Sie waren in mehr als 600 Metern Tiefe gefangen gewesen. Nie zuvor hatten Bergleute so lange unter Tage ausharren müssen. Ihre Rettung machte weltweit Schlagzeilen als das “Wunder von San José“.

dpa

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