Grubenunglück: 45 Kumpel gerettet, acht Tote

+
Retter transportieren einen Verletzten auf einer Trage aus der Grube

Peking - Nach einem Grubenunglück in Zentralchina haben Rettungskräfte alle 45 noch verschütteten Kumpel geborgen. Acht Menschen kamen ums Leben. Es war die größte Rettungsaktion seit April 2010.

Damit endete die größte Rettungsaktion dieser Art seit April vergangenen Jahres. Die Bergleute wurden am Samstag mehr als 36 Stunden nach dem Unglück in einem Kohlebergwerk in der Stadt Sanmenxia in der Provinz Henan gerettet. Sieben Kumpel konnten bereits am Freitag geborgen werden, acht kamen ums Leben.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, gab es am Donnerstagabend nach einem schwachen Erdbeben einen sogenannten Gebirgsschlag in dem Bergwerk. Das Beben der Stärke 2,9 hatte sein Epizentrum östlich von Sanmenxia, der Gebirgsschlag ereignete sich eine halbe Stunde später. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 75 Kumpel in der Mine, 14 konnten sich retten. Das Bergwerk gehört dem großen Staatsunternehmen Yima Coal Group.

Größte Rettungsaktion seit April 2010

Die Rettungsaktion am Samstag war die größte in China seit April 2010, als 115 Kumpel nach acht Tagen aus einem Bergwerk in Nordchina gerettet werden konnten. Die Rettungskräfte hatten einen 500 Meter tiefen Tunnel gegraben, um die Verschütteten zu befreien, wie die chinesische Zeitung Peope's Daily berichtete. Der staatliche Fernsehsender CCTV zeigte, wie die Rettungskräfte die Kumpel auf Bahren zu bereitstehenden Krankenwagen trugen. Die Bergleute waren in Decken gewickelt und ihre Augen mit Tüchern bedeckt, um sie nach den vielen Stunden unter Tage vor dem plötzlichen Tageslicht zu schützen.

Xinhua zufolge gruben die Arbeiter einen etwa 760 Meter langen Tunnel, doch nach dem Gebirgsschlag sei er mehr oder weniger auf etwas mehr als halber Strecke zusammengeklappt, bei 480 Meter. Es sei unklar, wie es um den darauf folgenden Tunnelabschnitt bestellt sei.

dapd

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.