Pflanzen an der Wand

Grüner Trend: So schön sieht es aus, wenn man Zimmerwände bepflanzt

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Kleine Highlights sind genauso möglich wie ganze Wände: Pflanzen an den Wänden können spannende Hingucker sein.

Nach und nach kommt der Trend der grünen Wände auch in der Region an. Dabei werden Pflanzen vertikal an der Wand angeordnet - und können aussehen wie wachsende Kunstwerke. 

Wenn man auf eine grüne Wand guckt, kriegt man gute Laune, findet Mitja Könnecke. Er ist einer der Geschäftsführer von Könnecke Begrünung in Niestetal und derzeit oft auf einer Baustelle in Guxhagen: Hier erschafft er mehrere grüne Wände. Dafür nutzt er nicht etwa Wandfarbe – stattdessen lässt er hier Pflanzen namens Asplenium, Chlorophytum oder Syngonium wachsen.

Grüne Wände: Gestalterisch kann man sich hier voll austoben.

Grün ist Trend: Pinterest, Instagram und Deko-Blogs sind voll von grünen Zimmerpflanzen, Wandfarben und Möbeln. „Grün ist eine Umarmung der Natur“, erklärt Farbpsychologin Silvia Regnitter-Prehn. Es entspannt die Augen, hilft uns dabei, abzuschalten und ruhiger zu werden. Sie rät zu einer Pflanze neben dem Schreibtisch. Wem das nicht reicht, der kann natürlich auch die ganze Wand neben seinem Schreibtisch bepflanzen. „Das ist gut fürs Raumklima“, sagt Könnecke. Die Pflanzen zögen Schadstoffe aus der Luft und machten einen großen optischen Reiz aus.

Kann aussehen wie ein Kunstwerk: Je nach Wunsch werden unterschiedliche Pflanzen verwendet.

„In Deutschland sind wir ja immer etwas hinterher“, sagt Könnecke. Die ersten begrünten Wände gab es bereits in den 1930er-Jahren in den USA. Das Patent wurde 1938 von einem Professor der University of Illinois angemeldet. In den 80er-Jahren modernisierte dann der Franzose Patrick Blanc das System: Als „murs végétaux“ wurden die Wände weltweit bekannt. Nun kommt der Trend auch mehr und mehr in Deutschland an: Seit etwa zehn Jahren werden es hierzulande immer mehr Zimmerwände, an denen Pflanzen sprießen.

Dabei kann man sich gestalterisch voll austoben, sagt Könnecke: Ganze Wände, verschiedene Formen oder auch Firmenlogos sind möglich. Der Vorteil: Auch in kleine Zimmer passen auf diesem Weg viele Pflanzen. Wichtig ist es nur, auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht zu achten. 

Hingucker: Eine grüne Wand hat einen großen optischen Reiz - billig ist sie allerdings nicht.

In der Regel werden tropische oder subtropische Pflanzen verwendet, da sie mit dem Klima in Innenräumen besser zurechtkommen. So oder so brauchen die Pflanzen Lampen: Sie werden oberhalb der Wände angebracht, damit das Grün gleichmäßig wächst.

Weitere Themen rund um unser Monatsmotto "Farben" gibt es hier.

„Eine grüne Wand ist wie ein Bild“, findet Könnecke. Nur, dass man dieses Bild gießen muss. Gegossen wird in der Regel von oben: Je nach System läuft das Wasser dann innerhalb der Wand hinunter oder wird gespeichert. Insgesamt gibt es etwa 40 verschiedene Systeme, um eine grüne Wand herzustellen: So können Pflanzen ein halbes Jahr lang auf speziellen Matten gezüchtet oder aber innerhalb eines Tages in untereinander angeordnete Kästen eingesetzt werden. Das Wasser läuft entweder von Kasten zu Kasten oder wird in der Matte gespeichert und nach und nach abgegeben.

Ein System unter vielen: Hierbei werden die Pflanzen in Kästen untereinander eingesetzt.

„Außerdem gibt es vollautomatische Systeme“, fügt Könnecke hinzu. Bei diesen Wänden muss man gar nicht mehr gießen – allerdings hat das auch seinen Preis. Etwa 1500 Euro kann das pro Quadratmeter kosten. „Diese Wände sind nicht billig, mit inbegriffen sind aber Montage und Pflege“, sagt der Unternehmer. Systeme zum Selbstgießen liegen bei etwa 800 bis 1000 Euro pro Quadratmeter.

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