Reisewelle rollt an

Grüne Weihnacht fast überall

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In schneeloser Umgebung steht ein lebensgroßer künstlicher Weihnachtsmann am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt in Kempten (Bayern).

Berlin/Offenbach - Leise reiselt der Schnee? Mag sein - aber nicht zu Weihnachten. Die Meteorologen sagen für Deutschland milde Temperaturen und Regen voraus.

Die Hoffnung auf Weiße Weihnachten hat sich zerschlagen. „99 Prozent der Menschen in Deutschland werden wohl eine grüne Weihnacht erleben“, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Milde Temperaturen und Regen könnten dagegen in Donau, Neckar oder Rhein Hochwasser bringen. Unterdessen rollte die Weihnachts-Reisewelle an. Zu Ferienbeginn war es am Freitag vor allem auf den Autobahnen im Süden voll. An diesem Samstag wird laut ADAC die Hauptreisewelle erwartet.

Weiße Weihnacht ist nach Angaben des DWD nur auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, gesichert. Ansonsten gebe es überall Tauwetter bis auf Lagen von 1500 Metern. Auch das Russland-Hoch „Thomas“ helfe nicht. Es sorge zwar in den östlichen Teilen Deutschlands zunächst für Kälte, doch ab Montag sei damit Schluss. Dann bringen Tiefdruckgebiete aus dem Westen milde Temperaturen und kräftigen Wind. An Heiligabend könnte es laut DWD im Südwesten 19 Grad warm werden.

Mit Beginn der Weihnachtsferien rechnet der ADAC an diesem Samstag mit Staus auf den Autobahnen. Vor allem im Süden Richtung Alpen könnte es wieder voll werden. Schon Freitag herrschte auf den Straßen Bayerns dichter Verkehr. An den Feiertagen selbst werde es eher ruhig bleiben. Die Deutsche Bahn rechnete mit starkem Andrang am gesamten Wochenende und rät allen Reisenden, Plätze zu reservieren.

Auch in Österreich, Italien und der Schweiz dürften viele Autofahrer auf den wichtigen Reiserouten sowie auf den Verbindungen zu den Wintersportgebieten in Staus stecken. Vor Silvester rechnet der Autoclub mit einer zweiten Reisewelle, die am 28./29. Dezember zu Staus führen könne.

Angesichts von Tauwetter und Regenfällen warnten die Behörden vor Hochwasser. Vor allem in Donau und Neckar könnte am Montag das Wasser steigen, so die Hochwasservorhersagezentrale. Auch an Rhein und Main sei mit steigenden Wasserständen zu rechnen. Wegen der komplizierten Wetterlage könnten aber noch keine genauen Vorhersagen über die Wasserhöhen gemacht werden.

dpa

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