Sturm der Entrüstung

Guru gibt vergewaltigter Inderin Mitschuld 

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Inder trauern um die Inderin, die brutal vergewaltigt wurde und zwei Wochen später ihren Verletzungen erlag.

Neu Delhi - Ein prominenter Hindu-Guru hat der vergewaltigten Inderin Mitschuld an dem brutalen Verbrechen gegeben und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Guru Asaram Bapu sagte in einer auf der Homepage seines Ashrams abrufbaren Videoaufzeichnung einer Predigt: „Hätte sie Gottes Namen gerufen, hätte sie sie (die Angreifer) meine Brüder genannt, ihre Hände und Füße umklammert und gesagt, ich bin eine hilflose Frau, Ihr seid meine Glaubensbrüder, dann wäre das nicht passiert.“

Die Zeitung „The Hindu“ kritisierte die Aussage Bapus am Dienstag als sexistisch. Sie sei besonders beschämend, weil sie von einem spirituellen Guru komme, „den seine große Anhängerschar in Indien und im Ausland als Vorbild betrachtet“. Die „Hindustan Times“ schrieb von einer „bizarren Aussage“, die die Schande des Verbrechens noch vergrößere. Die Predigt Bapus ist bereits einige Tage alt, wurde aber erst mit Verspätung von einem Nachrichtensender aufgegriffen.

Proteste in Indien gegen Gruppenvergewaltigung brutal niedergeschlagen

Eine Woche lang kochte die Wut hoch: Nach der schrecklichen Vergewaltigung eines Mädchens ziehen tausende Inderinnen und Inder zum Präsidentenpalast. Sie fordern mehr Sicherheit für Frauen und härtere Strafen für Sexualstraftäter. Grund für den Protest, ist eine Gruppenvergewaltigung gewesen. Sechs Männer sollen eine Medizinstudentin vergewaltigt und sie und ihren Freund mit einer Eisenstange schwer verletzt haben. © dpa
Eine Woche lang kochte die Wut hoch: Nach der schrecklichen Vergewaltigung eines Mädchens ziehen tausende Inderinnen und Inder zum Präsidentenpalast. Sie fordern mehr Sicherheit für Frauen und härtere Strafen für Sexualstraftäter. Grund für den Protest, ist eine Gruppenvergewaltigung gewesen. Sechs Männer sollen eine Medizinstudentin vergewaltigt und sie und ihren Freund mit einer Eisenstange schwer verletzt haben. © dpa
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Die 23-jährige Studentin war am 16. Dezember in einem fahrenden Bus von mehreren Männern vergewaltigt und gefoltert worden. Sie starb knapp zwei Wochen später an ihren Verletzungen. Die fünf volljährigen Peiniger der Frau werden des Mordes angeklagt, ihnen droht die Todesstrafe. Bei einem sechsten Verdächtigen wird noch geprüft, ob er - wie von ihm selber angegeben - minderjährig ist.

dpa

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