Opfer wehrt sich

Halbnackte Frau jagt Spanner quer durch Laden

Kansas City - Eine Frau probierte gerade BHs in der Umkleidekabine eines Geschäftes in Missouri an, als sie am Boden etwas Verdächtiges bemerkte. Sie schaltete blitzschnell.

Eine Umkleidekabine ist ein Ort, an dem die Privatsphäre etwa so wichtig ist, wie das eigene Schlafzimmer. Umso schlimmer, wenn man entdeckt, dass man beobachtet wird. Doch genau das ist Jeanne Ouelette passiert, als sie in einem Laden in Kansas City (Us-Bundesstaat Missouri) Büstenhalter anprobierte. Zu ihren Füßen tauchte auf einmal eine Hand mit einem Smartphone auf, berichtet der US-Nachrichtensender kctv5.com.

Die junge Frau erkannte sofort, dass ein Spanner versuchte, von der Nachbarkabine aus Nacktfotos von ihr zu machen und reagierte instinktiv: Sie bedeckte ihre Blöße mit ihren Händen und trat aus der Umkleidekabine heraus, um den Möchtegern-Helmut-Newton zu stellen. Der nahm Reißaus. Mit der Reaktion seines Opfers hatte er aber nicht gerechnet: Das rannte halbnackt hinter ihm her und brüllte quer durch den Laden: "Bleiben Sie stehen!", die umstehenden Kunden, die Zeuge der Szene wurden, forderte sie auf: "Helft mir!"

Die Jagd endete an der Eingangstür des Ladens. Der illegale Aktfotograf rannte ins Freie und ließ sein unfreiwilliges Modell zurück, das die Verfolgung abbrach. "Mein gesunder Menschenverstand setzte ein und sagte mir: "Da gehst du jetzt aber nicht so raus." Ouelette kamen die Tränen, als sie sah, dass der Voyeur entkam. Zum Glück rannten aber ein paar Kunden dem Mann hinterher, ein anderer rief die Polizei. Kurz darauf klickten die Handschellen. Dem Spanner droht eine Geldstrafe bis 2500 Dollar oder maximal ein Jahr hinter Gittern.

"Das war vielleicht nicht die schlaueste Idee, ihn zu verfolgen", sagte Oulette später mit leisem Lächeln in einem Interview. "Aber ich war sauer. Meine Intimsphäre war verletzt worden. Und ich wollte dieses Handy haben." 

hn

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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