Sprechstunde: Über Tiere im Flieger und Übergewicht bei Katzen

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Laderaum oder Kabine? Kleinere Katzen und Hunde (bis sechs Kilo) dürfen in der Box mit in die Kabine des Flugzeugs.

Wenn das Haustier krank wird, fühlt sich der Mensch auch nicht wohl. Tipps für die Tiergesundheit gibt’s in unserer regelmäßigen Tiersprechstunde mit Tierärztin Bettina Mangold.

Dürfen Tiere beim Flug in den Urlaub mit in die Kabine? Das will eine Leserin wissen.

Die Tierärztin: Kleine Hunde und Katzen dürfen mit in die Kabine, wenn Herrchen oder Frauchen in den Urlaub fliegen. Hamster und Meerschweinchen müssen mit dem Frachtraum vorlieb nehmen. Denn nicht immer entscheidet die Größe des Tieres, ob es im Laderaum oder in der Passagierkabine unterkommt.

Ob Tiere auf Flügen erlaubt sind und wie deren Mitnahme gehandhabt wird, ist von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Bei Airberlin beispielsweise dürfen Passagiere Hunde oder Katzen mit in die Kabine nehmen, wenn sie in einem geeigneten Behältnis untergebracht sind. Maximal sechs Kilogramm darf der Behälter allerdings samt Inhalt wiegen. Zwei Kilo dürfen es bei der Lufthansa sein. Größere Hunde oder Katzen reisen mit der Fracht. Selbst wenn sie noch so winzig sind: Bestimmte Tiere wie Vögel oder Hamster akzeptieren viele Airlines nur im Ladebereich. Fische oder Schildkröten sind auf Anfrage und exotische Tiere gar nicht möglich. Einige Hunde dürfen trotz Übergröße mit an Bord, beispielsweise Blindenhunde.

Woran erkenne ich Übergewicht bei meiner Katze, wollte Karin W. aus Alt- morschen wissen.

Die Tierärztin: Die ideal gewichtige Katze ist wohl proportioniert, hat eine sichtbare Taille, keinen runden Bauch und ihre Rippen sind fühlbar mit einer leichten Fettschicht darüber. Übergewicht ist die häufigste ernährungsbedingte Erkrankung bei der Katze. Nur selten liegt dem Übergewicht eine Erkrankung zugrunde. Weibliche Katzen mit mehr als fünf Kilo und Kater mit mehr als sechs Kilo sind fast immer übergewichtig.

Warum hat mein Wellensittich Borken über dem Schnabel?, fragte Lisa P. aus Melsungen.

Die Tierärztin: Borkige, mit winzigen Löchern durchsetzte Beläge um die Nasenöffnungen, die Augen oder am Schnabelwinkel sind das typische Krankheitsbild der Schnabelräude beim Wellensittich, verursacht durch Grabmilben, die sich durch die Hornschichten der Haut graben.

Bereits im Nest können sich die Jungvögel angesteckt haben, erkranken aber oft nicht merklich, solange ihre Abwehrkraft nicht geschwächt wird.

Ist die Schnabelräude einmal ausgebrochen, kann sie sich auch auf die federlose Beinhaut und die Gegend um die Kloake ausbreiten. Die erste Behandlung muss der Tierarzt vornehmen. Er entfernt vorsichtig die Borken.

Anschließend werden die betroffenen Stellen täglich mit einer Milben abtötenden Flüssigkeit betupft.

Hintergrund: Anspruchsvolle Einzelgänger

Was für fast alle anderen Haustiere eine Quälerei bedeutet, ist für den Goldhamster ein Muss: die Einsamkeit. Goldhamster dulden Artgenossen nur zur Paarung und während der Aufzucht der Jungen. Sobald sie geschlechtsreif werden, müssen sie getrennt werden, damit sie sich nicht bei heftigen Revierkämpfen gegenseitig verletzen.

Hamster sind dämmerungs- und nachtaktiv, werden sie tagsüber aus dem Schlaf gerissen, beißen sie gerne einmal zu. Als Haustiere für jüngere Kinder sind sie deshalb ungeeignet.

Hamster brauchen einen ausreichend großen Käfig (mindestens 60x30x30 Zentimeter) mit Kletter- und Nestbaumöglichkeiten, einem Schlafhäuschen, Heu, Stroh und viel groben Hobelspänen als Einstreu. Für seinen ausgeprägten Bewegungsdrang benötigt der Hamster ein Laufrad sowie täglich ein bis zwei Stunden Auslauf in einem abgegrenzten Wohnungsbereich.

Informationen: www.smile-tierliebe.de

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