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14-Jähriger in Wunstorf getötet: Staatsanwaltschaft gibt Todesursache bekannt

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Von: Johannes Nuß

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Ein 14-Jähriger soll in Niedersachsen einen anderen Jugendlichen mit einem Stein erschlagen haben. Jetzt liegt der Obduktionsbericht vor.

Update von Freitag, 27. Januar 2023, 12:28 Uhr: Wunstorf – Im Fall des getöteten 14-jährigen Jungen aus dem niedersächsischen Wunstorf steht stumpfe Gewalteinwirkung als Todesursache fest. „Das ist das Ergebnis des Obduktionsberichtes“, sagte Can Türkay, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, am Freitag. Die zuständige Jugendrichterin hatte am Donnerstag Untersuchungshaft für den gleichaltrigen Verdächtigen angeordnet, weil das Mordmerkmal der Heimtücke – wie beantragt – gesehen werde.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Staatsanwaltschaft gibt Todesursache bekannt

Das 14-jährige Opfer sei arg- und wehrlos gewesen, hatten die Ermittler ihre Sicht dazu erläutert. Der Tatverdächtige sei in die Jugendanstalt Hameln gebracht worden. Dennoch sind in dem Fall viele Fragen weiterhin offen. Unklar ist etwa das Motiv für das Verbrechen. (dpa)

Update von Donnerstag, 26. Januar 2023, 16:28 Uhr: Wunstorf – Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Jungen aus Wunstorf hat die Staatsanwaltschaft Hannover nun wie erwartet einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den ebenfalls 14 Jahre alten Tatverdächtigen beantragt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.. Der Beschuldigte sollte am Donnerstag der zuständigen Jugendrichterin vorgeführt werden, wie Behördensprecher Can Türkay gegenüber der dpa sagte. Wie der NDR unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, soll der Verdächtige die Tat über mehrere Monate geplant haben.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Haftbefehl gegen Freund wird am Nachmittag erwartet

Update von Donnerstag, 26. Januar 2023, 12:16 Uhr: Wunstorf – Im Fall des toten 14-jährigen Jungen aus Wunstorf bei Hannover sickern immer mehr Details durch. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, wird die Entscheidung über einen Haftbefehl gegen den gleichaltrigen Verdächtigen für den Nachmittag erwartet. Der Beschuldigte werde dafür einem Jugendrichter beim Amtsgericht Neustadt am Rübenberge vorgeführt, sagte Can Türkay von der Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag. Ebenfalls noch für den Donnerstag wird ein Obduktionsergebnis erwartet. „Noch liegen uns dazu aber keine Erkenntnisse vor“, sagte Türkay.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Haftbefehl wird am Nachmittag erwartet

Wie der Norddeutsche Rundfunk unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, soll der Verdächtige die Tat über mehrere Monate geplant und einen Stein genutzt haben. Auch die Bild berichtete von einer langen Vorbereitung und einem Stein als Tatwaffe. Die Staatsanwaltschaft Hannover machte dazu und zu weiteren Details zunächst keine Angaben. (jon/dpa)

Update von Donnerstag, 26. Januar 2023, 09:35 Uhr: Wunstorf – Nach dem Fund der Leiche eines 14-jährigen Jungen in Wunstorf bei Hannover sind für die Ermittler noch viele Fragen offen. „Was genau passiert ist, darüber ist bisher wenig bekannt“, hieß es am Donnerstagmorgen aus der Staatsanwaltschaft. Im Laufe des Tages sei die Obduktion in der Gerichtsmedizin geplant. „Das wird vermutlich eine Zeit lang dauern.“ Wie der NDR am Donnerstagmorgen berichtete, soll der mutmaßliche Täter die Ermordung des 14-Jährigen monatelang im Voraus geplant haben. Offiziell bestätigt ist dies allerdings nicht.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Tat soll monatelang geplant worden sein

Ein Haftbefehl gegen einen ebenfalls 14 Jahre alten Tatverdächtigen, welcher der Polizei gegenüber angegeben hatte, den Jungen getötet zu haben, liege bislang nicht vor. Der festgenommene Jugendliche solle aber in Kürze bei Gericht vorgeführt werden. Auch zum Motiv eines möglichen Tötungsdelikts gebe es keine näheren Erkenntnisse – man erhoffe sich hier möglichst rasch Klarheit durch die Vernehmungen.

Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei stehen an einem Leichenwagen, der auf einer Wiese parkt.
Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der mutmaßliche Täter die Tat über monatelang im Voraus geplant hat. © Moritz Frankenberg/dpa

„Es ist noch zu früh für Details, wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, hatte eine Polizeisprecherin aus der niedersächsischen Landeshauptstadt am Mittwochabend den Zwischenstand beschrieben. Zuvor hatten Beamte gegen Mittag die Leiche des Jugendlichen auf einem Brachgelände an einem Feldrand im Wunstorfer Ortsteil Blumenau entdeckt. Er war am Dienstagabend von seinem Vater als vermisst gemeldet worden, weil er nicht von einem Treffen mit einem gleichfalls 14-Jährigen aus Wunstorf nach Hause zurückgekommen war.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Beamte finden leblosen Körper nach stundenlanger Suche

Die Polizei ging zunächst von einem Vermisstenfall aus, bis im Rahmen der Ermittlungen ein gleichaltriger Freund des Jungen gegenüber der Polizei erklärte, diesen getötet und versteckt zu haben. Nach einer mehrstündigen Suchaktion fanden Einsatzkräfte schließlich den leblosen Körper. Der Freund des Opfers wurde wegen eines dringenden Tatverdachts vorläufig festgenommen.

In der Kleinstadt in der Nähe des Steinhuder Meeres löste das Verbrechen Entsetzen aus. Viele Menschen fühlten sich auch an eine Tat in Salzgitter erinnert, bei der im vorigen Sommer die 15 Jahre alte Anastasia getötet worden war. Seit wenigen Wochen steht in dem Fall ein 14-Jähriger in Braunschweig vor Gericht. Er soll gemeinsam mit einem zur Tatzeit 13-jährigen - und damit strafunmündigen - Mitschüler die Jugendliche heimtückisch ermordet haben.

14-Jähriger in Wunstorf getötet: Mitschüler gedenken getötetem Jugendlichen

Hannovers Landesbischof Ralf Meister drückte sein Mitgefühl aus. Seine Gedanken und Gebete seien bei der Familie des toten Jugendlichen und bei dessen Schulgemeinschaft, hieß es in einer Mitteilung. Für Freitag kündigte Meister eine nicht öffentliche Andacht zum Gedenken an den gestorbenen Schüler an.

Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks ist auch an der Schule des toten Jugendlichen eine Trauerandacht geplant. Die Schulleiterin äußerte sich demnach „fassungslos und unendlich traurig“ über das Geschehen. Seelsorger betreuten die Schüler.

Update von Donnerstag, 26. Januar 2023, 07:03 Uhr: Wunstorf – Der Leichnam des Jugendlichen, der am Mittwoch in Wunstorf tot aufgefunden wurde, soll obduziert werden. Ermittler würden sich dadurch genauere Ergebnisse erhoffen, berichtet am Donnerstagmorgen der Norddeutsche Rundfunk. Inzwischen hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags gegen den ebenfalls 14-jährigen Freund des Opfers eingeleitet.

14-Jähriger soll Tat monatelang im voraus geplant haben

Wie der NDR unter Berufung auf Ermittlerkreise weiter berichtet, soll der 14-Jährige die Tat über mehrere Monate hinweg geplant und als Tatwaffe einen Stein genutzt haben. Bestätigt ist dies allerdings nicht. Auch liegen noch keine Erkenntnisse über ein Motiv vor.

Erstmeldung von Mittwoch, 25. Januar 2023: Wunstorf – Ein 14-Jähriger aus Wunstorf bei Hannover soll von einem gleichaltrigen Freund getötet worden sein. Der seit Dienstagabend vermisste Jugendliche sei nach einer mehrstündigen Suchaktion im Ortsteil Blumenau aufgefunden worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch mit.

Der Junge war nach einer Verabredung nicht nach Hause zurückgekehrt. Im Rahmen der Ermittlungen habe ein gleichaltriger Freund des Jungen gegenüber der Polizei angegeben, diesen getötet zu haben, hieß es. Der 14-Jährige wurde wegen des dringenden Tatverdachts gegen ihn vorläufig festgenommen. Gegen den Teenager wird wegen Totschlags ermittelt.

14-Jähriger soll gleichaltrigen Freund bei Hannover getötet haben: Tatmotiv unklar

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei meldete der Vater des 14-Jährigen den Jungen am Dienstag gegen 18:30 Uhr als vermisst. Er war nach einem Treffen mit einem ebenfalls 14-Jährigen aus Wunstorf nicht zurück nach Hause gekommen.

Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr stehen auf dem Parkplatz einer Spedition in der Region Hannover hinter Absperrband.
Aktuell durchsuchen Polizisten am Mittwochmorgen ein Waldgebiet in der Region Hannover. Sie sind auf der Suche nach einem mutmaßlich getöteten Jugendlichen. © Moritz Frankenberg/dpa

Bei der Suche mit einem Großaufgebot der Polizei unmittelbar nach dem Verschwinden des Jungen wurden auch Personenspürhunde und ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Im Zuge der Ermittlungen gab der Freund des Vermissten den Beamten zufolge an, dass er den 14-Jährigen getötet und versteckt habe. Umgehend sei eine erweiterte Suchaktion gemeinsam mit der Feuerwehr und Polizei-Hundertschaften im Bereich des Lutherforstes eingeleitet worden. Auch in der Nacht wurde die Suche fortgesetzt.

Am Mittwochmittag fanden Einsatzkräfte die Leiche des 14-Jährigen im Bereich eines Brachgeländes in Blumenau. Zu einem Tatmotiv liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor, wie die Beamten weiter mitteilten. (jon/far/dpa)

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