Havarie am Unglücksort der "Exxon Valdez"

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Die Tanks des Schleppers "Pathfinder" enthielten Angaben zufolge etwa 127.000 Liter Dieseltreibstoff. Wie viel davon auslief, war nicht bekannt.

Anchorage - 20 Jahre nach dem Unglück des Tankers “Exxon Valdez“ vor Alaska ist ein Schlepper auf genau demselben Riff im Prinz-William-Sund auf Grund gelaufen und hat eine etwa fünf Kilometer lange Ölspur hinterlassen.

Der Schlepper “Pathfinder“ gehört ausgerechnet zu einer Einsatzgruppe, die nach der schlimmsten Ölpest in den USA im Jahr 1989 ins Leben gerufen wurde, um Umweltkatastrophen wie damals künftig zu vermeiden. Die “Pathfinder“ hatte nach Angaben der Küstenwache am Mittwoch gerade die Suche nach möglichen für den Schiffsverkehr gefährlichen Eisschollen im Prinz-William-Sund beendet und befand sich auf der Rückfahrt zum Hafen in Valdez, als sie auf das Bligh Reef auflief. Dabei wurden zwei Treibstofftanks des 41 Meter langen Schleppers beschädigt.

Die Tanks enthielten den Angaben zufolge etwa 127.000 Liter Dieseltreibstoff. Wie viel davon auslief, war nicht bekannt. Aber es bildete sich ein Ölteppich von etwa fünf Kilometer länge und 30 Meter Breite. Die Ursache des Unglück war vorerst nicht bekannt. Der Senator Mark Begich aus Alaska fragte kopfschüttelnd, wie ausgerechnet ein Schiff der Einsatzgruppe zur Verhinderung von Tankerunglücken wie das der “Exxon Valdez“ auf eines der am besten markierten und bekanntesten Riffe der nördlichen Hemisphäre auflaufen konnte.

Die “Exxon Valdez“ war am 24. März 1989 im Prince-William-Sund auf Grund gelaufen. Aus den Tanks traten etwa 41 Millionen Liter Öl aus und verschmutzten die Küste auf einer Länge von mehr als 2.000 Kilometern. 250.000 Seevögel und Meerestiere fielen der Ölpest zum Opfer. Das Gebiet hat sich bis heute nicht von den Schäden erholt.

AP

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