Heilbronn: Frau gesteht tödliche Schüsse

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Der Tatort in Heilbronn

Heilbronn - Eine 36-jährige Frau hat offensichtlich in einer Heilbronner Fußgängerzone einen Bekannten erschossen. Sie hat die Tat gestanden.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Der 38 Jahre alte Ehemann der Tatverdächtigen komme als Mittäter in Betracht. Beide wurden festgenommen.  Sie soll am Montag vor dem Haftrichter aussagen.

Den Ermittlungen zufolge hatte die aus Syrien stammende Frau am Samstagabend um 22.20 Uhr in der Heilbronner Innenstadt mehrere tödliche Schüsse auf einen 62-jährigen Libanesen abgefeuert. Das Opfer hinterlässt eine Ehefrau und vier Kinder.

Zeugen hatten eine Frau vom Tatort wegrennen sehen - so kamen die Ermittler auf die Spur der 36-Jährigen, die in Heilbronn wohnt. Bei der Vernehmung habe sie sich immer wieder in Widersprüche verstrickt, teilte die Polizei mit. Die Frau habe ihr Opfer seit Jahren gekannt. In ihrem Haus entdeckten die Ermittler eine Schusswaffe. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist noch unklar.

Eine Großfahndung in der Region Heilbronn, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, war zunächst erfolglos geblieben. Der Tatort wurde abgesperrt, Kriminalbeamte waren auch am Sonntag noch mit der Spurensicherung beschäftigt.

„Für eine mögliche Tatbeteiligung des 38-jährigen Ehemannes der Festgenommenen gibt es erste Anhaltspunkte, welche jedoch noch im Detail verifiziert werden müssen“, erklärte die Polizei. Ob auch gegen ihn Haftbefehl beantragt werde, stehe noch nicht fest. Das Ehepaar hat ebenfalls vier Kinder, die zunächst bei Verwandten untergebracht wurden. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf einen politischen oder terroristischen Hintergrund der Tat.

Kurz vor Weihnachten war ebenfalls in Heilbronn ein Mann auf offener Straße angeschossen worden. Hintergrund ist nach bisherigen Erkenntnissen ein Familienstreit. Ein 33-Jähriger hatte dabei den Ehemann seiner Nichte schwer verletzt, weil er mit der wenige Tage zuvor geschlossenen Ehe nicht einverstanden war.

dpa

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