"Spiegel" geht mit Regional-Titeln auf Spurensuche

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Was ist Heimat? Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" geht der Frage in der Osterausgabe nach.

Hamburg - Was ist Heimat? Dieser Frage widmet sich "Der Spiegel" an Ostern. Die aktuelle Ausgabe erscheint mit 14 verschiedenen Titelseiten. Damit wird das Nachrichtenmagazin erstmals zur Regionalausgabe.

Blauer Himmel, viel Natur, Orte, an denen man gerne entspannt. So sieht Heimat offenbar für die Spiegel-Redaktion aus. Mit der Oster-Ausgabe geht das Nachrichtenmagazin auf Spurensuche: Was ist Heimat?, lautet dabei die Titelfrage. Die Antwort - in Form des Titelbildes - fällt in 14-facher Ausfertigung aus. Erstmals erscheint der Spiegel als eine Art Regionalausgabe mit 14 verschiedenen Titelbildern. In Hamburg ist auf dem Titelbild etwa der Elbstrand zu sehen, in der Ruhr-Ausgabe schwimmen Menschen im Fluss.

"Der Spiegel" sucht die Heimat: 14 verschiedene Ansichten

"Der Spiegel" sucht die Heimat: 14 verschiedenen Ansichten

"Heimat ist schön, Heimat ist Dorf, ist Landschaft", erklärt Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit. "Aber passt das noch zum Leben in der modernen, globalisierten Welt?" Heimat sei für die meisten Deutschen nicht mehr das Idyll. Und so spielen die Titelbilder auch mit dem Klischee des Heimatbegriffs. Auf der bayerischen Regionalausgabe ist etwa eine Trachtengruppe aus Niederaschau zu sehen. Der Titel des digitalen Spiegels dagegen zeigt eine Imbissbude auf der Zugspitze. 

"Heimat ist die große Stadt, auch wenn sie hässlich ist. Heimat ist für die Migranten eine Mischung aus deutschem Leben und dem Leben in ihren Herkunftsländern, Heimat ist für den Nomaden der Globalisierung eine Sehnsucht nach dem Zurückgelassenen oder das Smartphone, mit dessen Hilfe er sich in aller Welt auskennt. Heimat ist für manche Deutsche Deutschland, ohne dass sie Nationalisten sind. Und Heimat kann für die Generation Internet ein Chatroom mit Vertrauten sein. Und Heimat sind und bleiben die Menschen, nach denen man sich sehnt", sagt Kurbjuweit.

Um den vielen verschiedenen Vorstellungen von Heimat gerecht zu werden, erscheint der Spiegel am Ostersamstag mit 14 verschiedenen Regionaltiteln. Die Titelbilder sind allesamt - bis auf das der Digitalausgabe - als Panoramabild zum Ausklappen. Erstmals wird solch ein aufwändiger Spiegel-Titel produziert. "Das ist auch eine besondere logistische Leistung", erklärt Anja zum Hingst, Leiterin der Kommunikation im Spiegel-Verlag. Schließlich werden die einzelnen Regionen in Deutschland auch nur mit der jeweiligen Ausgabe beliefert. Die Leser in Österreich und der Schweiz dürfen sich ebenfalls über ein eigenes Titelbild freuen.

lot

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