Amerikaner kaufte Oldtimer und fand Brief

Heiratsantrag lag 51 Jahre unter einem Autositz

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Chevrolet Bel Air von Ronnie Waterbury aus dem Jahr 1959

Corydon. Als der Amerikaner Dean Sparks anfing, an seinem gerade erst gekauften Oldtimer herumzuschrauben, machte er eine Entdeckung: Ein Brief mit einem Hochzeitsantrag hatte seit 51 Jahren unter dem Fahrersitz gelegen. Er machte sich auf die Suche nach dem Liebespaar - und fand deren Sohn.

Der Amerikaner Dean Sparks aus Corydon, Indiana, wollte sich eigentlich nur ein Auto kaufen, einen Oldtimer. Bei einer Auktion im 1300 Kilometer entfernten Nebraska ersteigerte der 43-Jährige einen Chevrolet Bel-Air aus dem Jahr 1959. Erst als das Auto bei ihm Zuhause stand, stellte der Mann fest, was für ein Schatz in der Rostlaube schlummerte. Neben vielen Gegenständen, die dem Vorbesitzer gehört hatten, fand er unter dem Vordersitz einen Brief vom 7. Februar 1963. Dessen Inhalt: Ein Heiratsantrag.

„Der Umschlag, in dem er steckte, war vom Wasser schon völlig zerfleddert“, zitiert die deutsche Ausgabe der Huffington Post den überraschten Finder. Adressiert sei der Brief an Ronnie Waterbury in Pierce, Nebraska, gewesen. „Von Beverly“ stand an der Stelle des Absenders. Der Nachname war jedoch nicht mehr zu erkennen. Mäuse hätten das Papier zerfressen.

Sparks öffnete den Umschlag und stellte fest, dass es sich um einen Liebesbrief handelte. „Ich vermisse dich, wünschte, du könntest mehr schreiben. Aber ich weiß, dass du viel zu tun hast“, gab Sparks den Inhalt dem US-Sender ABC bekannt. Sparks habe beim Lesen das Gefühl gehabt, es handele sich um eine Schülerin oder jemanden, der gerade erst die Schule beendet hatte, und ihrem Freund sagte, wie sehr sie ihn vermisst.

Am Ende kam die entscheidende Zeile: „Lass uns heiraten.“ Unter den Zeilen entzifferte Sparks nun auch den vollständigen Namen der Absenderin: Beverly Barber.

Sparks und seine Frau begannen, im Internet zu recherchieren. Schließlich stießen sie laut ABC auf ein Youtube-Video, das sie zu Wade Waterbury brachte – dem Sohn von Beverly und Ronnie.

Sparks rief ihn an und sagte laut ABC: „Ich habe das Auto Ihres Vaters gekauft. Sie werden mir nicht glauben, was ich unter dem Vordersitz gefunden habe.“

Nachdem die Nachricht gesagt war, entstand eine lange Pause zwischen den Gesprächspartnern. Es sei ein sehr emotionaler Moment gewesen, erinnert sich Wade Waterbury, 48, bei ABC. Ich habe meine Eltern verloren, aber der Anruf brachte so viele Erinnerungen zurück.“ Er war erstaunt: Jeder andere hätte den Brief doch einfach weggeworfen. Wer wäre denn schon auf die Idee gekommen, ihn mir geben zu wollen?

Es kam heraus, dass das Pärchen damals auch ohne den Brief geheiratet hatte – direkt nach der Schule und nur wenige Monate nachdem Beverly den Brief verfasst hatte.

Da Beide schon verstorben waren, schickte Sparks den Brief per Post an ihren im Bundesstaat Kansas lebenden Sohn. Persönlich sehen wollen sich beide, wenn Sparks den Chevrolet wieder hergerichtet hat. (ema)

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