Gestatten Moore. Roger Moore.

Roger Moore wird 85: Held und perfekter Gentleman

Ex-James-Bond-Darsteller Roger Moore (84).

Moore, Roger Moore, war für Millionen Frauen in den Siebzigern und Achtzigern der Action-Held mit Herzklopf-Garantie: Charmant und stets leicht amüsiert, ballerte er sich im Auftrag Ihrer Majestät durch sieben James-Bond-Filme.

Am Sonntag, feiert er seinen 85. Geburtstag. Filmsnobs behaupten gern, dass Moore von allen James-Bond-Darsteller der mit dem wenigsten Talent war, einer, der nur drei Gemütszustände zeigen konnte: linke Augenbraue hoch, rechte Augenbraue, beide hoch.

Über das Urteil lässt sich trefflich streiten. Doch wer den 84-Jährigen in diesen Tagen erlebt, der ahnt wohl, dass er sich für seine legendäre Filmrolle auch gar nicht groß verstellen musste: Mit schnellem, trockenem Witz, schnittigen Anzügen und formvollendeter Höflichkeit ist Roger Moore immer noch Englands perfekter Gentleman.

Drei Mal war Moore verheiratet, wobei er auch privat eine Vorliebe für durchsetzungsfähige, kapriziöse Frauen pflegt. In den ersten beiden Ehen, so der Schauspieler, sei ihm eine Teekanne an den Kopf geflogen und eine Gitarre um die Ohren gehauen worden. Nicht selten hätten ihn seine Herzensdamen verhauen.

Moore stammt aus einfachen Verhältnissen im Londoner Süden. Mit 19 Jahren wird er zum Militär eingezogen, in Hamburg und Schleswig verwaltet er für die britischen Besatzer ein Güterdepot. 1946 heiratet er die Eiskunstläuferin Doorn van Steyn. Sie wohnen im Haus der Eltern, das Geld ist stets knapp. Moore jobbt als Modell, findet durch seine tadellose, lockere Art aber schnell Zugang zur Filmbranche. Als er 1973 seinen ersten James-Bond-Film dreht, ist er 27 Jahre.

Mittlerweile lebt der dreifache Vater und fünffache Großvater in Monaco in vierter Ehe mit Millionärin Kristina Tholstrup. Doch in Ruhe aufs Meer blicken und Martinis schlürfen liegt dem Action-Star nicht. Für Unicef setzt er sich als Sonderbotschafter seit über 20 Jahren gegen Kinderarmut ein. 1994 überstand Moore eine Krebserkrankung, 2006 einen Kollaps auf der Bühne. Sein Herzschrittmacher, so Moore, sei sein „wertvollster Besitz“.

Von Jasmin Fischer

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