Drei Wochen nach der Flucht

Helikopter-Ausbrecher von Paris entwischt erneut der Polizei

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Häftling flüchtet spektakulär in Frankreich

Gut drei Wochen nach einer spektakulären Helikopter-Flucht aus einem französischen Gefängnis soll es nach Medienberichten eine Spur zu dem Ausbrecher geben.

+++Update+++

13.23 Uhr: Der am 1. Juli aus dem Gefängnis ausgebrochene Schwerverbrecher Redoine Faïd ist der französischen Polizei erneut entwischt. Er sei zusammen mit einem anderen Insassen in einem Auto unterwegs gewesen, das später beladen mit Sprengstoff in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums in Sarcelles im Norden von Paris gefunden wurde, teilte die Polizei mit.

In dem Fahrzeug befanden sich den Angaben zufolge außer Sprengstoff auch gefälschte Nummernschilder. Faïd und sein Begleiter hätten sich am Dienstagnachmittag einer Kontrolle der Gendarmerie in der Nähe einer Tankstelle entzogen. Damit ging er der Polizei, die eine Großfahndung nach ihm einleitete, erneut durch die Lappen.

Faïd war im April wegen eines tödlichen Raubüberfalls zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Sein Ausbruch aus der Haftanstalt in Réau südöstlich von Paris war filmreif. Drei schwer bewaffnete Komplizen flogen mit einem entführten Hubschrauber-Piloten in den Gefängnishof. Dort warfen sie Nebelbomben, verschafften sich mit Kreissägen Zugang zu dem Besucherraum, wo Faïd mit seinem Bruder alleine war, und nahmen den 46-Jährigen mit.

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Paris - Ermittler hätten Redoine Faïd auf Bildern der Videoüberwachung eines Einkaufszentrums bei Paris identifiziert, berichteten der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlerkreise. Auf dem Parkplatz des Shopping-Centers in Sarcelles sei am Dienstagabend ein Auto mit Explosivstoffen gefunden worden.

Auf Organisierte Kriminalität spezialisierte Ermittler übernahmen nach dem Fund des verdächtigen Autos die Untersuchung, bestätigten Kreise der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Dabei gehe es unter anderem um die Explosivstoffe. Zu Faïd und dessen Verbleib äußerten sich die Kreise zunächst nicht.

Anfang des Monats war ein bewaffnetes Kommando per Helikopter in der Haftanstalt Réau südöstlich von Paris gelandet und hatte den landesweit bekannten Verbrecher befreit. Er war schon mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der Ausbruch hatte in Frankreich für erhebliches Aufsehen gesorgt.

dpa

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