Ermittlungen gegen Oberstaatsanwalt

Frankfurter Justizskandal erreicht jetzt auch Fulda

Der Frankfurter Oberstaatsanwalt, gegen den ermittelt wird, vor Kameras und Mikrofonen.
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Der Oberstaatsanwalt, dem jetzt Korruption vorgeworfen wird, gilt als energischer und hartnäckiger Ermittler. Als Sprecher der hessischen Generalstaatsanwaltschaft war er immer wieder auch in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Seit fast zwei Wochen sitzt ein Oberstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt in Untersuchungshaft – wegen krummer Geschäfte mit Gutachteraufträgen in Millionenhöhe. Bis zuletzt hatte der Beamte noch gegen einen früheren Chefarzt sowie den Vorstandschef des Klinikums Fulda ermittelt.

Fulda/Frankfurt - Sowohl der Klinikums-Vorstand als auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), wollen die Korruptionsaffäre um den Frankfurter Oberstaatsanwalt „vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen“ in Fulda nicht kommentieren.* Dennoch dürften beide nun ganz genau auf die weiteren Entwicklungen in Frankfurt schauen.

Gegen den 53-jährigen Oberstaatsanwalt, der seit 2002 bei der Generalstaatsanwaltschaft arbeitet und dort die Hessische Zentralstelle für Medizinwirtschaftsstrafrecht leitet, wird bereits seit vergangenem Jahr ermittelt. Ihm und einem 54 Jahre alten Unternehmer wirft die Staatsanwaltschaft Frankfurt gewerbsmäßige Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung vor. Beide wurden Ende Juli festgenommen und sitzen jetzt in Untersuchungshaft. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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