Anwohner fühlen sich im Stich gelassen

Alarm an Deutschlands beliebtestem See - mit gravierenden Folgen für die Region

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Die ersten Inseln tauchen wieder auf: Der Edersee in Nordhessen.

Hessens größter Stausee läuft seit zwei Wochen leer. Bald ist er nur noch halb so groß. Die Anwohner fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Der Edersee gilt als beliebtester See Deutschlands, doch das Paradies in Nordhessen ist in Gefahr. Hessens größter Stausee droht leerzulaufen. Seit zwei Wochen werden Tag für Tag zwei Millionen Kubikmeter Wasser abgelassen, um weiterhin die Schifffahrt auf der Weser zu ermöglichen. Für den Edersee hat das gravierende Folgen: Geht es so weiter, enthält er am Ende der hessischen Sommerferien Anfang August nur noch 80 bis 90 Millionen Kubikmeter Wasser, wie hna.de* berichtet. Das wäre nicht einmal die Hälfte seines Gesamtvolumens.

Für die Anwohner am Edersee ist das keine neue Situation. Bereits 2017 war für den Tourismus dort ein Katastrophenjahr. Schon im August schlossen Surfschulen, Segelboote wurden aus dem Wasser geholt, weil keines mehr da war. Viele Menschen fühlten sich von der Politik im Stich gelassen.

„Die Nachbucher kommen nicht wegen ihrer negativen Erfahrungen aus dem vorigen Jahr“, sagt Thomas Hennig, der in Rehbach eine Segelschule betreibt. Immerhin haben er und seine Kollegen noch Glück im Unglück: Weil die hessischen Sommerferien bereits vor zwei Wochen begonnen haben, dürfte es in dieser Saison weniger Einbußen geben als 2017.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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