Expeditionskreuzfahrt

Hurtigruten: Neues Expeditionsschiff in die Antarktis - Reportage im ZDF

Erstes Expeditionsschiff mit Hybrid-Technologie: Die "Roald Amundsen" von Hurtigruten kann in einigen Phasen emissionsfrei fahren.
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Erstes Expeditionsschiff mit Hybrid-Technologie: Die "Roald Amundsen" von Hurtigruten kann in einigen Phasen emissionsfrei fahren.
Spektakuläre Natur: Die Antarktis ist ein Traum für viele Kreuzfahrer. Hier fährt die "MS Fram" durch den Lemaire Kanal. Foto: Hurtigruten
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Spektakuläre Natur: Die Antarktis ist ein Traum für viele Kreuzfahrer. Hier fährt die "MS Fram" durch den Lemaire Kanal.
Vom Schiff aufs Zodiac: Passagiere der "Sea Spirit" kommen ganz nah an die Naturschönheiten heran. Foto: Poseidon Expeditions
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Vom Schiff aufs Zodiac: Passagiere der "Sea Spirit" kommen ganz nah an die Naturschönheiten heran.
Ganz nah am Wal: Mit Zodiacs gehen die Passagiere von Expeditionskreuzfahrten wie hier bei Ponant auf Erkundungstouren. Foto: Ponant Yachtkreuzfahrten
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Ganz nah am Wal: Mit Zodiacs gehen die Passagiere von Expeditionskreuzfahrten wie hier bei Ponant auf Erkundungstouren.
Zu Besuch bei den Pinguinen: Die "Fram" fährt unter anderem in die Antarktis. Foto: Hurtigruten
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Zu Besuch bei den Pinguinen: Die "Fram" fährt unter anderem in die Antarktis.
Begegnung mit anderen Kulturen: Expeditionskreuzfahrten bieten besondere Einblicke. Foto: Ponant Yachtkreuzfahrten
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Begegnung mit anderen Kulturen: Expeditionskreuzfahrten bieten besondere Einblicke.
Landgang auf Spitzbergen: Wo Expeditionskreuzfahrtschiffe Halt machen, gibt es meist keinen Hafen. Foto: Hurtigruten
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Landgang auf Spitzbergen: Wo Expeditionskreuzfahrtschiffe Halt machen, gibt es meist keinen Hafen.
Besonderes Merkmal von Expeditionskreuzfahrten: An Bord sind meist erfahrene Lektoren und Experten - wie hier bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Foto: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
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Besonderes Merkmal von Expeditionskreuzfahrten: An Bord sind meist erfahrene Lektoren und Experten - wie hier bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.
Auge in Auge mit dem Eisbären: Solche besonderen Begegnungen ermöglicht eine Expeditionskreuzfahrt. Foto: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
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Auge in Auge mit dem Eisbären: Solche besonderen Begegnungen ermöglicht eine Expeditionskreuzfahrt.

Das im Bau befindliche neue Expeditionsschiff "Roald Amundsen" von Hurtigruten wird 2018/19 in der Antarktis unterwegs sein. Eine ZDF-Reportage stellt die Hurtigruten-Reisen vor.

Drei Schiffe der Flotte werden dann den weißen Kontinent anfahren, teilte die norwegische Reederei mit. Auch die MS "Fram" und MS "Midnatsol" fahren in der Antarktis. Hurtigruten lässt derzeit zwei neue Expeditionsschiffe mit Platz für je rund 600 Passagiere bauen. Die "Roald Amundsen" soll im Sommer 2018 fertig werden, die "Fridtjof Nansen" im Sommer 2019.

Hurtigruten ist vor allem bekannt für seine Postschiffreisen entlang der norwegischen Küste. Im Programm für die Kreuzfahrtsaison 2018/19 finden sich neue Fahrgebiete: die Karibik, die US-Atlantikküste und das arktische Kanada. Insgesamt stehen mehr als 200 Destinationen in 28 Ländern im Fahrplan der Flotte, darunter 32 neue Ziele. 

Das ZDF stellt derzeit die Hurtigruten in einer Reportage vor: 

Abenteuer Hurtigruten (1) Winterzauber am Polarkreis

Abenteuer Hurtigruten (2) Eine Reise ans Ende der Welt (ZDF, 14.1., 18 Uhr)

HNA-Leserreisen 

Hurtigruten - Norwegen im Sommer. 8.8. bis 18.8.2018

Weitere HNA-Leserreisen gibt es hier.

Expeditionskreuzfahrten liegen im Trend

Pinguine in der Antarktis, Eisbären in Grönland: Eine Expeditionskreuzfahrt führt Reisende zu ganz besonderen Orten der Erde.

Venedig, Dubrovnik, Miami: Diese Häfen werden dauernd von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Wer dagegen eine Expeditionskreuzfahrt macht, sucht das Gegenteil: Anlandungen, wo es gar keinen Hafen gibt, wilde Tiere, unberührte Natur. 

Was ist überhaupt eine Expeditionskreuzfahrt?

Eine einfache Definition hat Daniel Skjeldam, Chef von Hurtigruten: "Bei einer klassischen Kreuzfahrt passiert das meiste an Bord des Schiffs. Bei einer Expeditionskreuzfahrt sind die aktiven Erlebnisse und Beobachtungen außerhalb des Schiffs am wichtigsten." Für Isolde Susset, Expeditionschefin bei Hapag-Lloyd Cruises, zeichnet sich eine solche Fahrt durch eine außergewöhnliche Route aus. "Im Grunde sind es abenteuerliche Kreuzfahrten mit Studienreisecharakter." Außerdem steht nicht immer ein fester Fahrplan im Mittelpunkt.

Sowohl Skjeldam als auch Susset betonen die Bedeutung von Vorträgen und einer fachkundigen Reisebegleitung. Biologen, Gletscherforscher, Historiker: Je nach Fahrtgebiet haben die Reedereien die unterschiedlichsten Experten an Bord, die sowohl Vorträge halten als auch bei Landgängen dabei sind.

Welche Reedereien bieten solche Kreuzfahrten an?

Am bekanntesten in Deutschland ist Hapag-Lloyd Cruises. Die Hamburger Reederei betreibt neben den beiden Luxusschiffen "Europa" und "Europa 2" auch zwei Expeditionskreuzfahrtschiffe: die "Hanseatic" und die "Bremen". Nach eigenen Angaben größter internationaler Anbieter in diesem Segment ist Hurtigruten.

Neben den klassischen Fahrten entlang der norwegischen Küste gibt es Reisen unter anderem in die Antarktis, nach Grönland, Spitzbergen, Island, Kanada und neuerdings auch im Amazonas-Gebiet. Für solche Expeditionen werden derzeit drei und bald vier Schiffe eingesetzt: "Fram", "Spitsbergen", "Midnatsol" und "Nordstjernen". International gibt es einige weitere Reedereien, die Expeditionen anbieten: Ponant, Poseidon, Lindblad Expeditions.

Welche Routen befahren Expeditionskreuzfahrtschiffe?

Als erstes denkt man bei Expeditionskreuzfahrten wohl an die Antarktis. Bei Hapag-Lloyd Cruises ist das mit Abstand die beliebteste Region. Dahinter folgen Arktis und Südsee. Laut Helge Grammerstorf, National Director des Branchenverbands Clia Deutschland, sind die Antarktis und die Arktisregion über alle Reedereien hinweg betrachtet die Klassiker.

Was kostet eine Expeditionskreuzfahrt?

Eine solche Kreuzfahrt ist ein teures Unterfangen. Bei Hapag-Lloyd Cruises muss man zum Beispiel für eine 22-tägige Antarktis-Fahrt mindestens rund 12.000 Euro bezahlen. Die Gründe für diesen hohen Preis sind laut Susset unter anderem die lange Reisedauer, die geringe Zahl an Passagieren bei vergleichsweise großer Besatzung, hohe Kosten für die Routenplanung und Umweltschutzaspekte. So dürfen Schiffe in der Antarktis beispielsweise nur mit Diesel und nicht mit Schweröl fahren.

Dennoch beobachtet Susset einen Boom bei Expeditionskreuzfahrten. Grammerstorf gibt jedoch zu bedenken, dass es sich bei allen Zuwächsen um eine relativ kleine Nische handelt. Denn zum Beispiel in der Antarktis gibt es auf der Basis einer Selbstbeschränkung der Reedereien strenge Vorgaben, wie viele Passagiere dort maximal an Land gehen dürfen.

Wer unternimmt so eine besondere Kreuzfahrt?

Wegen des relativ hohen Reisepreises handelt es sich in aller Regel um wohlhabende Passagiere. Und aufgrund der längeren Reisedauer sind die Gäste im Durchschnitt etwas älter, so Susset. Skjeldam sieht auf den Hurtigruten-Schiffen vor allem zwei Zielgruppen: "Menschen, die schon sehr viel gesehen haben und jetzt noch das ganz Besondere haben wollen. Und Menschen, die sehr lang für eine solche Tour gespart haben und sich damit einen Lebenstraum erfüllen."

Was bieten die Schiffe?

Einfacher lässt sich sagen, was die Schiffe nicht bieten: "Wir haben kein Kasino, wir haben keine Kletterwand, wir haben keine 15 Swimmingpools", sagt Skjeldam. Wichtig ist dagegen eine gute Sicht auf alles, was sich draußen vor dem Schiff abspielt. So gibt es bei Hapag-Lloyd ausschließlich Außenkabinen. Und die Expeditionsschiffe sind relativ klein: Gerade einmal rund 180 Personen passen auf die "Hanseatic" und "Bremen". Bei Hurtigruten sind es 130 bis maximal 500 Gäste.

Welche Trends gibt es bei Expeditionskreuzfahrten?

"Früher ging es den Passagieren vor allem darum, beeindruckende Natur zu sehen", sagt Skjeldam. Das reiche vielen aber nicht mehr: "Sie wollen selbst aktiv werden: bei Motorschlittenfahrten, Wanderungen oder ähnlichem." Reisen mit Verantwortung sieht der Hurtigruten-Chef als weiteren Trend. So gebe es mittlerweile Fahrten, bei denen die Passagiere zum Beispiel Strände auf Spitzbergen säubern.

Susset fällt beim Thema Trends vor allem eines ein: "Unsere Passagiere wollen Premieren - Reisen in Gebiete, die noch nie vorher jemand befahren hat, wie zum Beispiel die Marshallinseln." Als weiteren Trend hat sie "Expeditionen vor der Haustür" ausgemacht. Das kann eine Garten- und Wanderreise nach England sein, Wale-Watching auf den Azoren oder eine Fahrt zu unbekannten kleinen Häfen im Nordland. "Da geht es darum, Altbekanntes neu zu erleben."

Reiselänge, Alter, Fahrtgebiete: Kreuzfahrt in Fakten

Die "Aida Prima" startet ihre Kreuzfahrten von Ende April an ganzjährig in Hamburg. Foto: Aida Cruises
Die "Aida Prima" startet ihre Kreuzfahrten von Ende April an ganzjährig in Hamburg. © Aida Cruises
Kreuzfahrten nach Norwegen liegen weiterhin im Trend - allen voran in den Geirangerfjord. Foto: Michael Zehender
Kreuzfahrten nach Norwegen liegen weiterhin im Trend - allen voran in den Geirangerfjord. © Michael Zehender
Die Kreuzfahrtabfahrten in Deutschland boomen. Foto: Bernd Wüstneck
Die Kreuzfahrtabfahrten in Deutschland boomen. © Bernd Wüstneck
Die "Mein Schiff 5" ist neben der "Aida Prima" das zweite neue Kreuzfahrtschiff der deutschen Reedereien in diesem Jahr. Foto: Tui Cruises
Die "Mein Schiff 5" ist neben der "Aida Prima" das zweite neue Kreuzfahrtschiff der deutschen Reedereien in diesem Jahr. © Tui Cruises
Das Mittelmeer - hier ein Schiff in Venedig - ist weiterhin das beliebteste Fahrtgebiet für deutsche Kreuzfahrtpassagiere. Foto: Andrea Warnecke
Das Mittelmeer - hier ein Schiff in Venedig - ist weiterhin das beliebteste Fahrtgebiet für deutsche Kreuzfahrtpassagiere. © Andrea Warnecke

dpa/tmn

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