HNA.de-Leser: "Wetten, dass...?" ohne Gottschalk am Ende

+
Barbara Schöneberger

Geht es nach den Lesern von HNA.de, sind die Zeiten von „Wetten, dass ..?“ vorbei. 26 Prozent der Teilnehmer unserer nicht repräsentativen Internet-Umfrage glauben, dass der Samstagabendklassiker ohne den scheidenden Thomas Gottschalk keine Zukunft mehr hat.

Die weiteren Ergebnisse:


• Stefan Raab: 10,9 Prozent
• Günther Jauch: 10,6
• Markus Lanz: 6,1
• Anke Engelke: 5,7
• Jörg Pilawa: 4,7
• Harald Schmidt: 2,6
• Johannes B. Kerner: 2,4

Die Buchmacher sehen das anders. Favoriten beim Wettanbieter myBet sind ARD-Moderator Jörg Pilawa und Gottschalks Partnerin Michelle Hunziker mit einer Quote von 3,0 - für 10 Euro Einsatz gibt es 30 Euro Gewinn. Zocker müssen auf Frank Elstner setzen: Für den „Wetten, dass ..?“-Erfinder gibt es 60 Euro. (mal)

Pro: Die Show ist der Star

Es ist schon komisch, dass jetzt alle Thomas Gottschalk für unverzichtbar halten, das Format von „Wetten, dass ..?“ aber für überholt. Immer wenn wir die Show sahen, dachten wir, dass die Sendung eigentlich ganz gut sei, wenn nur nicht dieser Typ wäre, der den Frauen an die Oberschenkel fasst, peinliche Fragen stellt und nicht zuhört, wenn seine Gäste antworten. Bei „Wetten, dass ..?“ ist die Show der Star. Hier können normale Menschen Helden werden, ohne wie bei „DSDS“ bloßgestellt zu werden. Vielleicht werden sie bald von der umwerfenden Barbara Schöneberger, der noch umwerfenderen Anke Engelke oder dem witzigen Duo Joko und Klaas präsentiert. Alle sind besser als Gottschalk. Der riet einmal: „Gebt nichts auf das, was ihr über euch lest.“ Das gilt gerade jetzt, da überall zu lesen ist, er sei unverzichtbar. (mal)

Kontra: Letzter Mohikaner

Jahrelang haben wir über Thomas Gottschalk gelästert. Jetzt, wo er mit „Wetten, dass ..?“ aufhört, weiß man kaum, wie die letzte große Familienshow überhaupt weitergehen kann. Kann sie nicht. Weil die Zeiten für solche Sendungen einfach vorbei sind. Thomas Gottschalk war der letzte Mohikaner, der noch ein alters- und milieuübergreifendes Breitband-Publikum vor dem TV-Lagerfeuer versammelt hat. Seine Nonchalance und die Souveränität, mit der er 150 Sendungen lang präsent war, konnten gut darüber hinwegtäuschen, dass unsere (Fernseh-)Gesellschaft längst zu fragmentiert ist für so eine Show, die naturgemäß ganz auf den Massengeschmack zugeschnitten sein musste. Ohne Gottschalk werden wir merken, dass wir das schon lang nicht mehr wollen. (fra)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.