Warnung vor schweren Gewittern

Hoch "Annelie" gibt noch mal alles - Abkühlung erst ab Mittwoch

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Begegnung der besonderen Art: Gänseküken schwimmen bei hochsommerlichen Temperaturen zusammen mit Badegästen im Brentanobad in Frankfurt am Main (Hessen)

Frankfurt/Kassel. Sonnenhoch "Annelie" hat Hessen und Niedersachsen heute noch einmal mächtig eingeheizt. Bis an die 37 Grad stiegen die Temperaturen im Tagesverlauf an.

So wurden in Gießen etwa 36,6 Grad gemessen - da half oftmals nur noch der Sprung ins erfrischende Nass von Freibädern und Badeseen. Mit Spannung wurde erwartet, ob der bisherige hessische Hitzerekord von 38,7 Grad übertroffen wird. Zugleich warnte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Gewittern, die sich am Wochenende auch über Hessen entladen können. Mitte der kommenden Woche ist der Vorhersage zufolge dann bei nur noch 18 bis 25 Grad endlich Durchatmen angesagt.

Zuvor gab "Annelie" am Samstag noch einmal alles. Vor den Kassenhäuschen der Freibäder drängten sich schon am Morgen die Besucher und auch an den Badeseen sah es nicht viel besser aus.

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Extreme Hitze lässt in Hessen und Niedersachsen Unwettergefahr steigen

Die anhaltende Hitze ließ die Ozonbelastung in ganz Hessen stark ansteigen. An rund einem Drittel der Messstellen sei am Freitag die Alarmschwelle von 240 Mikrogramm überschritten worden, teilte das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) mit. Die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm wurde an mehr als 75 Prozent der Stationen überschritten. Da es zunächst so heiß bleibe, sei auch am Samstag mit entsprechend hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen, die vor allem zu Problemen mit den Atemwegen führen können.

Die Hitze macht auch den Ironman Germany zur Grenzerfahrung, der am (morgigen) Sonntag in Frankfurt ausgetragen werden soll. Die Teilnehmer schwimmen 3,8 Kilometer weit, fahren 180 Kilometer auf dem Rad und bestreiten zum Abschluss einen Marathonlauf.

Und obwohl die Hitze Mensch und auch Tier sehr zu schaffen macht, lassen immer wieder Halter ihre Vierbeiner im Auto zurück - und rufen damit die Polizei auf den Plan. "Wir erhalten immer wieder Anrufe, dass sich Tiere allein in Fahrzeugen befinden", sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Die Polizei müsse dann vor Ort fahren, um nach den Tieren zu sehen.

Die Lage in Niedersachsen

Meteorologen rechnen am Samstag in Niedersachsen und Bremen mit dem bislang heißesten Tag des Jahres. Wie der Deutschen Wetterdienst in Hamburg mitteilte, soll es vielerorts bis zu 35 Grad, in den Städten bis zu 38 Grad warm werden. "Die heißeste Gegend ist am Samstag die Region vom Wendland bis zum Vorharz", sagte ein Sprecher. Dort gelten auch die höchsten Stufen der Waldbrandgefahr.

Zum Nachmittag kann es örtlich zu starken Gewittern mit Hagel und heftigen Sturmböen kommen. Erst am Montag soll es kühler werden, bei Temperaturen von 23 bis 27 Grad.

In den Krankenhäusern bereiten sich derweil die Notaufnahmen auf viele Fälle von Hitzeschock und Hitzekollaps vor. Ärzte raten dazu, viel zu trinken, im Schatten zu bleiben und luftige Kleidung zu tragen.

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