Große Spende für Döbeln

Hochwasser 2002 in Ostdeutschland: Unsere Hilfsaktion kam wirklich an

Kassel. Um die 2,6 Millionen Euro Spendengelder unserer Leser möglichst gerecht zu verteilen, hatte die gemeinsame Hilfs-Aktion der HNA und des Kasseler Roten Kreuzes extra einen Spendenbeirat eingerichtet. Der verteilte die Spenden zügig - und sie kamen auch wirklich an.

So wurde einzelnen Flutopfern, Schulen, Kindergärten, Seniorenwohnheimen geholfen, auch ganze Städte kamen in den Genuss der Spenden. Beispiele:

• Lutherstadt Wittenberg: Die Stadt erhielt 120.000 Euro. Damit wurden im Stadtteil Seegrehna unter anderem ein Kindergarten, ein Seniorenclub und ein Spielplatz wieder aufgebaut.

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• Döbeln an der Mulde: Ein weiterer Schwerpunkt unserer Hilfe war die 23.000-Einwohner-Stadt Döbeln an der Mulde. Döbeln ist auch jetzt wieder von den Wassermassen der Mulde schwer getroffen worden. Im Jahr 2002 stand die Innenstadt bis zu 3,50 Meter unter Wasser und wurde vollständig verwüstet. 645 Gebäude waren beschädigt oder zerstört worden, der Gesamtschaden wurde allein in Döbeln auf 150 Millionen Euro geschätzt. Nach Döbeln flossen insgesamt 520 000 Euro. Über die Spendenübergabe berichtete die Presse in Sachsen groß. Die Leipziger Volkszeitung titelte damals: „Flutopfer erhalten Geld auf direktem Weg“. Die Spenden erhielten in Döbeln das Seniorenwohnheim Haus Wappenhensch (400.000 Euro), eine Einrichtung für Behinderte (30 000 Euro), ein Jugendclub (50.000 Euro), chronisch kranke Menschen (10.000 Euro) und das Döbelner Frauenhaus (30.000 Euro).

• Grimma an der Mulde: Geld ging ebenfalls nach Grimma an der Mulde, das auch heute wieder vom Hochwasser betroffen ist. 30.000 Euro erhielt ein Wohnheim für Behinderte in Höfgen bei Grimma. Das Hochwasser hatte das Heim schwer beschädigt, Spezialbetten für Behinderte mussten neu gekauft werden.

• Kaum Verwaltungskosten: Wichtig war bei unserer Spendenaktion immer, dass das Geld fast vollständig den Opfern der Katastrophe zugute kam. Das Rote Kreuz brauchte nur fünf Prozent der Summe für Verwaltungskosten. Fünf Prozent bedeuten bei einer Spende von 80 Euro zum Beispiel, dass nur vier Euro nicht beim Empfänger der Spende ankamen. Für diese geringe Verwaltungsgebühr mussten in jedem Einzelfall Spendenquittungen ausgeschrieben werden, Kosten für Porto, Papier, Arbeitskräfte und eine abschließende Wirtschaftsprüfung schlugen außerdem zu Buche. Die Kosten, die unserer Zeitung damals entstanden (Berichterstattung, Spendenübergabe, Fahrkosten) wurden zu 100 Prozent von unserem Verlag getragen.

• Dank an HNA: Dafür gab es überall ein großes Dankeschön. Aus der Deubener Grundschule erhielten wir Post, in der es hieß: „Besonders grüßen die ersten Klassen die Hessische-Niedersächsische Allgemeine in Kassel, die 250.000 Euro spendete.“ (tho)

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