ICE-Strecken noch immer gesperrt

Hochwasser: Saaledeich soll gesprengt werden

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Eine Frau steht am 13.06.2013 in Sandau (Sachsen-Anhalt) vor der überfluteten Straße nach Sandauerholz.

Barby - Das Hochwasser hält Sachsen-Anhalt weiter in Atem. Damit das Wasser schneller abfließen können, soll nun der Saaledeich zum Teil gesprengt werden. Auch an der Elbe bereitet die Flut noch Probleme.

Um für einen schnelleren Abfluss des Wassers aus dem Hochwassergebiet zu sorgen, soll ein Teil des Saaledeichs bei Barby in Sachsen-Anhalt gesprengt werden. Derzeit werden dazu die technischen Vorbereitungen getroffen, wie der Krisenstab der Landesregierung in Magdeburg am Freitag mitteilte. Die Sprengung des Deiches soll zwischen den Ortsteilen Klein Rosenburg und Breitenhagen erfolgen. Heute soll das technische Gerät mit einem Amphibienfahrzeug vor Ort gebracht werden.

Geplant sind 50 Bohrungen im Deich. Die Löcher sollen dann mit Sprengstoff und Sand gefüllt werden. Nach Angaben des Krisenstabs könnte am Samstagmorgen gesprengt werden. Durch das Loch soll das Wasser dann aus den überfluteten Gebieten schneller zurück in die Saale gelangen.

Bahnbrücke bleibt wegen Elbe-Hochwassers gesperrt

Die wegen des Elbehochwassers seit Montag gesperrte Bahnbrücke in Schönhausen (Sachsen-Anhalt) wird den Zugverkehr voraussichtlich noch bis Sonntagabend behindern. Nach wie vor gibt es Verzögerungen auf zentralen ICE-Strecken. Züge zwischen Berlin und Hannover und weiter ins Ruhrgebiet fahren über Magdeburg und Braunschweig. Zu Umleitungen kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn auch auf der ICE-Verbindung Berlin-Frankfurt/Main. Auf der Strecke Prag-Dresden-Berlin-Hamburg gibt es Verspätungen von 30 bis 45 Minuten. Wann die Brücke wieder in Betrieb genommen werden kann, war ungewiss. Zuvor muss laut Bahn geprüft werden, ob die Standfestigkeit durch das Wasser beeinträchtigt wurde.

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dpa

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